Is this hardcore?
Mit At The Drive-In und Refused haben soeben zwei Hardcore-Helden des vergangenen Jahrzehnts ihre Reunions bekanntgegeben. Die Nachricht des jungen Jahres? Nicht für jeden. Jan Schwarzkamp und Britta Helm geben ihren Senf dazu.
PRO
Ist doch geil! Nein, wirklich! Zwei tolle, wichtige Bands kündigen an, wieder aufzutreten, und das auch noch gemeinsam auf einem Festival, um das die Wüste zu beneiden ist. Natürlich macht das vor lauter Freude auch Angst, weil zu gute Sachen immer auch Angst machen, aber wo kämen wir denn hin, wenn alles immer sicher wäre? Also. "In/Casino/Out" und "The Shape Of Punk To Come" waren unfassbar gute Alben, und das bleiben sie auch, selbst wenn Omar Rodriguez-Lopez seine Songs jetzt lieber auf dem Hackbrett spielen würde und Dennis Lyxzén sich in Millionen wälzt. Sollen sie, geschieht ihnen recht, sind doch ihre Ideale, sind doch ihre Bands. Wer sich verraten fühlen will, kann das von jeder Band und immer schon spätestens zum zweiten Album. La Dispute? "Kannte ich schon, bevor du geboren wurdest." Dover? Na gut, die neueren Sachen können nichts, aber das heißt nur, dass die alten umso besser waren. Get Up Kids? Kann man auf Konzerten doch nicht ernsthaft für die alten Songs bejubeln und für die neuen ausbuhen. Musik lässt sich nicht festhalten, nur weil man sie mag. Vielleicht machen At The Drive-In noch ein Album zur Tour, und vielleicht wird es richtig fürchterlich. Aber das darf es, und das dürfen sie. Und wenn Refused reich sein wollen statt arm begraben, dann dürfen sie auch das. Wenn schließlich alte müde Leute auf der Coachella-Bühne stehen, dann ist das besonders schade bei welchen, die man wach und jung kannte, aber schlecht wäre es auch bei einer Band ohne Vergangenheit. Konservieren ist feige. Bands gehören niemanden, am wenigsten ihren besorgten Fans. Sollen sie scheitern, triumphieren, weitermachen. Oder es wenigstens versuchen.
Britta Helm
CONTRA
1997 habe ich mir die Fingernägel schwarz lackiert, weil Dennis Lyxzén das auch hatte, im Video zu "New Noise". Live gesehen habe ich Refused nie. Bei At The Drive-In war das anders. Auf eine Empfehlung eines gut informierten Bekannten sah ich die Weirdos auf der In Casino Out-Tour im Bochumer Blackout. Sie bliesen mich einfach weg. Dann befolgten beide Bands die schöne, treffende Redewendung, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist. Eine Faustregel, an die sich nur die wenigsten, aber offenbar die Besten halten. Schade, wenn die Besten dann doch mit ihrer selbstauferlegten Konsequenz brechen, für die man sie bewundert hat. Natürlich würde ein Teil von mir Refused und At The Drive-In gerne noch mal sehen. Der andere Teil aber fragt sich: Warum zur Hölle kommen alle irgendwann wieder? Gerade bei diesen zwei Ikonen der Integrität, möchte man sich das verbitten. Weil es ihnen angeblich ja nie um Geld ging. Weil die Auflösung im Sinne der Band stattfand. Weil man sich nicht mehr steigern konnte. Jetzt sind sie wieder da, um die Kuh zu melken, bevor Euro und Dollar keinen Cent mehr wert sind. Plötzlich sind all die jahrelangen, vehementen Verneinungen einer Reunion zunichte. Denn so sehr man doch gehofft hatte, dass beide Bands wieder von den Toten auferstehen, so sehr fand man es toll, dass sie sich der Wiederbelebung so rigoros und unbestechlich versperrten. Jetzt unterwandern diese ihre einst hochachtungsvolle Glaubwürdigkeit, um sich und ihre Legende zu verkaufen. Alles Verräter außer The Smiths!
Jan Schwarzkamp
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Kommentare (42)
Moik 10.01.2012 | 13:55
Wo ich sonst der Frau Helm immer anstandlos zustimme (ich erinnere nochmal an den "Alte Bands sind nicht immer geiler" oder so Artikel), muss ich hier Schwarzi wieder (nach seinem Artikel über Lena und Ben) zustimmen.
ATDI und Refused waren echt ganz gut, aber ich glaube, "wir"freuen uns zu früh, denn das wird nicht gut werden.
Die Konzerte werden nicht mehr so energiereich wie damals werden - hab sie beide damals live gesehen, nicht zusammen - und die Lieder werden sicherlich nicht ungestüm und sauer klingen - und genau das mochte man doch bei diesen Bands...Das wird alles ne Hakle-Feucht Aktion werden und die (alten) Konzertgänger werden mosern, dass "das früher aber geiler" war.
Neue Lieder werden untergehen im Mediafire Strom.
oder vielleicht kommen sie auch zurück, weil sie einfach Bock haben nochmal die Energie und Power auf der Bühne zu spüren
würde es darum gehen, könnten sie das auch bei MARS SCHROTTA, THE INTERNATIONAL SCHROTT CONSP. oder SPARTA erleben.
Nur leider werden die Herren keine Energie und Power mehr auf der Bühne versprühen...
Also falls Cedric und Omar dabei sein sollten bei der ATDI Reunion.. warum sollte es denen denn bitte schön um Geld gehen, wie lächerlich. Die verdienen mit TMV doch 100mal mehr, als zu den besten ATDI-Zeiten, haben sogar nen Grammy gewonnen und treten bei David Letterman auf...
Also ich kann das mit den ganzen Reunions verstehen. Das sind auch nur Menschen, die sich an die geile, alte Zeit sehnen und einach mal wieder Bock haben, mit den alten Jungs wieder den alten Scheiß zu machen. Und warum sollte man das nur im Proberaum/Studio tun, ist doch langweilig.
Also ich hätte nach 10-15 Jahren auch mal wieder Bock meine eigene Musik zu spielen, vor Leuten. Das das nicht allen gefällt.. wen interessierts schon? Ich bin mal gespannt wie gut Herr Schwarzkamp die beiden Bands in diesem Jahr ignoriert und lieber die alten Alben zu Hause einlegt, statt am selben Abend zum Konzert zu fahren ;)
Ach so.... was macht dich da so sicher, Surecamp? Reunions können lustlos ausfallen (vgl Blink182), müssen aber nicht, sie können auch mit jeder Menge Magie verbunden sein (siehe die letzten Auftritte von Led Zeppelin, Pink Floyd, siehe Faith No More, siehe die Pavement-Tour, die neue Primus, Alice In Chains ...)
Erst mal abwarten, wie die Konzerte denn werden, bevor man sich ereifert.
Schön dass man immer und überall gleich Ausverkauf wittert, Herr Schwarzkamp. Wer sagt denn dass die Bands mit diesen Reunions gleich MILLIARDEN verdienen, und wer sagt, dass das der Grund für die Reunions ist?
Und wieso sollen die Konnzerte lustlos ausfallen? Soo alt sind die Herren noch nicht, und bei TMV springen sie immer recht heftig auf der Bühne rum. Wieso soll das bei den neuen Atdi anders sein?
Wie Realgoldi sagt, erstmal abwarten. Motzen kann man später immer noch..
Dieser "Sell-Out" Kritikpunkt ist doch nur noch eine sture Denkweiße der "Szenepolizei",die an ihrer eigenen Dogmatik erstickt.Bei den genannten Bandmitglieder handelt es sich um Vollblutmusiker,die in so vielen Nebenprojekten vertreten sind.Wieso wird dieser obladendünne Grund nicht auch aufgefahren,wenn/als die neuen Alben von "Sparta" oder "The Mars Volta" das Licht der Welt erblicken/erblickten?Ich glaube der eigtl. Grund ist eher,das man Angst vor einer Enttäuschung hat,das die genannten Bands nicht mehr die "gute alte Zeit" rüberbringen,in denen man sie kennen-und wertschätzen gelernt hat.Da muss man sich dann aber auch selbst hinterfragen mit welchen, vllt. zu hohen Ansprüchen,man der Sache entgegenfiebert......
Wenn ich jemals eine Reunion wollte, dann die von Refused und At The Drive-In!! Heute ist ein guter Tag.
"Warum zur Hölle kommen alle irgendwann wieder? Gerade bei diesen zwei Ikonen der Integrität, möchte man sich das verbitten. ... Weil die Auflösung im Sinne der Band stattfand. Weil man sich nicht mehr steigern konnte."
Ja mei, 11 Jahre sind eine lange Zeit. Wenn man sich "im Sinne der Band" auflösen kann, kann man doch auch "im Sinne der Band" wieder zusammenfinden. Und wenn man damals das Gefühl hatte, sich nicht mehr steigern zu können, dann kann das nach so einer langer Zeit doch wieder ganz anders aussehen..
Und was hat denn eine Reunion mit Integrität zu tun? Ist es verpönt oder ist man nicht mehr "real" wenn man sich wieder zusammenfindet und wieder gemeinsam Musik macht? Diese komischen Vorurteile immer... wenn die wiedervereinigte Band die Sache gut macht, dann ists gut, und wenn nicht, dann wars halt nix. Man siehts ja dann...
Ich verzichte mal darauf vorab schon alles schlecht zu reden und verbleibe vorerst mit:
Die Wahrheit liegt auf der Bühne.
Ich erwarte mir da erstmal nicht viel, finde es allerdings höchstens ein klein bisschen strange bei Refused. Erst "Refused are fucking dead" und nu einfach so wieder mal Reunion machen. Aber das würde mir ein Live-Erlebnis nicht vermaledeien, ist nur ein kleiner Punkt der mich stört.
Ach ja, nicht nur The Smiths haben sich nicht wiedervereinigt, ABBA auch nicht.
The Smiths und ABBA. Seit jeher Die letzten Aufrechterhalter von Glaubwürdigkeit und Coolness :)
Ich möchte an dieser Stelle nur mal kurz meine Meinung sagen. Und diese richtet sich an die Vorurteile die man hier zu hören bekommt... va im Bezug auf sellout:
Lyxzen hat unter anderem auch noch seine Hardcorepartie AC4 (gemeinsam mit David Sandström). Die sind zwar eher Punk, aber hätten durchaus noch mehr in Richtung Refused gehen können, wenn sie es gewollt hätten.. man bedenken nur die große Schritte zw den 3 Refused/ATDI Alben...
was ich damit eigentlich sagen möchte: kein Mitglied dieser beiden Bands hätte es iwie nötig eine Reunion zu starten, weil wie schon gesagt wurde, alle diverse Nebenprojekte haben bei denen sie sich austoben können... und mit ihren aktuelleren Bands ohnehin tausendmal mehr verdienen als sie es jemals mit der Ursprungs-Band geschafft haben.. Ich bin Felsenfest davon überzeugt das weder Refused noch ATD-I sich aus finanziellen Gründen wiedervereinigt haben!
Boysetsfire sicherlich auch nicht. Da hat seltsamerweise niemand so ein Kommentar abgelassen.. Woran lag das wohl liegen? Oder als Nathan Gray gleich im Anschluss mit Casting Out quasi schon Radio-taugliche Songs geschrieben hat. Nein die haben sich ganz sicher deshalb wiedervereinigt weil sich die Jungs ganz einfach prächtig miteinander verstehen und es vermisst haben gemeinsam Musik zu machen.. Das selbe gilt für die Get Up Kids. Oder was ist mit Far? (leider mittlerweile wieder Geschichte)... Rage Against the Machine?!?? Da gab es von Saiten der Visions Redakteure kaum schlechte Wörter zu hören...
(theoretisch könntet ihr euch auch gleich darüber aufregen, dass RAGE u System of a Down von einem Giganten wie Sonic Music vertrieben wird... v.a. wenn man mal darüber nachdenkt worüber die beiden Bands eigentlich singen)
...und so sehr ich Frank Black liebe, bei den Pixies ist es fast schon offensichtlich dass sie sich wieder wegen des Geldes zusammengefunden haben. Aber deswegen verurteil ich sie auch nicht. Denn so oder so: ich finde sie haben es sich verdient! Ich war zb auch eine weile auf Biffy Clyro sauer, weil die mit den letzten beiden Platten immer mehr in Richtung Pop driften (v.a. Only Revolutions). Natürlich wär's mir lieber Platten zu hören die im Stil der ersten 3 Alben sind... aber ich denk, immer darf man auch nicht so kritisch sein. Biffy haben es sich ebenfalls verdient bekannter zu werden.. auch wenn die Fans der ersten Stunde nicht immer damit leben können...
...und wie schon iwo erwähnt wurde: Bands gehören niemanden! Entweder du verfolgst ihren Weg oder nicht..
Nicht alle Menschen sind so und handeln aus diesen einen Gedanken heraus, mit der alten Musik mächtig Kohle zu verdienen.
..und the Smiths benötigen auch gar keine Reunion, weil das Solozeug vom Sänger ja eigentlich genau die selbe Mucke ist! Zählt also nicht so wirklich... :P
Was nutzt Integrität die nur in Erinnerungen besteht?!
Sorry Herr Schwarzkamp, aber das ist "gute alte Zeiten"-Gelaber!
Wir brauchen HEUTE gute, ambitionierte Bands mit Idealen. Und wenn es da bei der Jugend aufgrund medialer Verblödungserscheinungen Nachholbedarf gibt, dann können das auch gerne alte, weise Kautze sein, die auf der Bühne stehn und vielleicht so manchen Jungspund von ihren Ansichten überzeugen.
Bands wie La Dispute machen neugierig, werden aber niemals einer breiteren Masse bekannt werden, dazu sind sie zu Undergroud, zu Hardcore und musikalisch zu wenig ambitioniert.
Wer etwas erreichen will muss eben vor einer breiten Masse das Wort ergreifen und sich nicht in kleine Szenekreise zurückziehen um sich unter Gleichgesinnten gegenseitig nur zu bestätigen aber letztlich nichts zu erreichen außer einer Organisation der eigenen Freizeitgestaltung. Die Hardcore/Punk-Szene ist mittlerweile Biedermeier pur. Rückzug in das Eigene und dadurch letztlich die Selbstentmündigung und Aufgabe jeglichen Gestaltungswillens.
At the Drive-In und Refused zeigen hingegen, sie wollen es nochmal wissen! Und dies in Zeiten von Occupy-Wall-Street, passt doch! Etwas opportun müssen Revoluzer eben sein.
Nicht zu reunieren, nur damit Szene-Nerds noch voller Erfurcht auf ihre Poster starren können ist jedenfalls alles andere als Hardcore.
Aaaach bitte, jetzt wirds aber seltsam. Wie breit war denn die Masse, die damals Refused und AtDI gehört hat? Der Legendenstatus rührt doch hauptsächlich von früher Auflösung in Kombination mit einem sich langsam ausbreitenden Kult her. Das wissen sie, das wissen auch die Veranstalter. Die Menschen, die die Reunions jetzt so geil finden sind doch die, die glauben, auf die Art und Weise noch ihr Stück von der Legende abzubekommen. Es sind die Namen, die sie reizen, die meisten kennen vllt 3 Lieder, maximal ein Album (vor allem bei Refused, bei AtDI weiß mans nicht. Aber wie viele haben wirklich ne Original In/Casino/Out zu Hause stehen? Ich jedenfalls schon, und damit bin ich sicher nicht in der Mehrheit). Die Leute sehen nicht, dass sie die Zeit nicht zurück drehen können und dass der 36jährige Omar Rodriguez Lopez nicht der 25jährige von damals mehr ist. Das ist zumindest dann das, was es für die Veranstalter lukrativ macht. Den Bands mache ich erstmal keinen Vorwurf. Sollen sie auf der Bühne zeigen was sie sich so dabei gedacht haben. Aber es sind eben nicht mehr die gleichen Menschen und es ist nicht mehr die gleiche Zeit. Sie können heute nicht nochmal die Alben von damals aufnehmen, es gehen sicher andere Sachen in ihren Köpfen vor und ihr Bankkonto ist ungleich voller. Dazu kommt, dass die Reunions lange als ausgeschlossen galten und kategorisch abgelehnt wurden, weil die Bands im Streit auseinander gegangen sind. Da darf man ja wohl mal nach dem "Warum?" fragen.
Bei bsf war das anders. Die Band ist nicht im Streit auseinander gegangen und hat eine Reunion nie ausgeschlossen (soweit ich weiß). Auch die Band ist nicht mehr die selbe wie früher, plötzlich geben sie Zugaben, Konzerte fangen nicht mehr mit Rookie an und hören mit After the Eulogy auf, etc. Aber die Band zeigt auf der Bühne, das sie noch für andere Sachen gut ist als Menschen zu riesigen Festivals zu bekommen, die sich von Namen angezogen fühlen. Das steht bei AtDI und Refused noch aus, und solange bin ich skeptisch. Je nachdem wie mein Mindset so aussieht würd ich sie mir trotzdem live anschauen, aber nicht zusammen mit 80000 anderen Leuten auf einem Festival. bsf waren übrigens auch nicht >=10 Jahre getrennt, das macht auch einen Unterschied.
Upps!
Natürlich ist diese Reunion jetzt eine aüßerst kniffelige Angelegenheit.
Ganz besonders in Bezug auf AT THE DRIVE IN.
Wie will man denn jetzt nur der Jugend, der man kürzlich noch die Zukunft des Hardcore in Tüten bescherte erklären, dass es das Ganze vor über zehn Jahren schon mal gab. Nur wesentlich besser.
Ich weiß auch nicht, wie man diesen Bands jetzt einen Ausverkauf vorwerfen kann. Schließlich geht es hier nicht um Boris Becker, der sich noch mal für Wimbledon angemeldet hat, weil der Nachwuchs so unendlich langweilt und der Gute nur einen „Praktiker-Spot“ senden durfte, sondern um zwei Bands, welche die doch von der VISIONS so heiß und innig geliebte Indieszene revolutioniert haben.
Und schwarz lackierte Fingernägel stehen nun mal auf nicht jedem!
natürlich ist ist mir klar das bsf grade mal 4 jahre oder so getrennt waren. ich weiß auch dass sich refused u atdi untereinander zerstritten waren... aber der genaue hintergrund über die trennung ist prinzipiell für dich als fan irrelevant, sofern sich die bandmitglieder wieder untereinander verstehen und gemeinsam musizieren wollen... warum sollte das nicht möglich sein? du beendest ja auch nicht sofort jede freundschaft nach einer auseinandersetzung. hoff ich zumindest mal!
...und mir ist auch klar, dass über die jahre ein gewisser kult um eine band wächst. v.a. wenn es sich um die sorte von bands handelt. aber du darfst auch nicht vergessen, wie klein doch eigentlich die fankreise von den genannten bands sind. natürlich, zählt man alles zusammen ist die fangemeinde mittlerweile sicher um einiges größer als damals. aber das ist ja ganz natürlich, und gut so. seit froh das solche bands überhaupt noch die gelegenheit haben diese größe zu erlangen, und freut euch wenn mehr menschen damit in verbindung kommen und auf den guten geschmack kommen... als bonus gibts sogar texte zum nachdenken!!!.... für das was die bands in ihre kurzweiligen karriere erreicht haben, gebührt ihnen doch auch der nötige respekt und eine gewisse anerkennung. und wenn sich das im laufe der zeit, aufgrund der wachsenden fangemeinde, durch ein bisschen mehr kohle bemerkbar macht, ist das doch auch nicht so schlimm... als refused vor der VÖ von "the shape of punk..." stand war lyxzen sicher noch ein armer schlucker. und als band tätig zu sein ist und war niemals eine billige angelegenheit! die einzigen wirklichen einnahmen die eine band hat, sind meistens sowieso die konzerte.... so genau will ich da jetzt sowieso nicht eingehen, aber ich finde sie haben es sich einfach verdient. aus!
oder ist es dir lieber wenn alle das hören was uns sonst in der musikwelt aufgetischt wird. endlich gibts mal wieder musik von echt genialen bands, u so viele jammern? das kanns doch auch nicht sein, oder wollt ihr lieber alle den pop kack der uns tag täglich serviert wird lieber hören.... v.a. zu zeiten wo die rock musik schon quasi ausstirbt, find ich es iwie unpassend sich über so etwas derartiges, fast schon banales aufzuregen. Ich freu mich über die Reunionen... ob neue Musik kommt bleibt ja ohnehin abzuwarten...
u die leute die in/casino/out oder sonst was nicht im regal stehen haben, sind ohnehin selber schuld. oder die leute die nur 3 songst von den genannten bands kennen, für die leute ist die reunion ja eigentlich auch nicht gedacht... aber sollten sich neue fans finden.. ist das ja eigentlich was gutes
Ich habe beide Bands einigermaßen gemocht. Aber sie sind mir völlig egal. Es gibt und gab schon immer soviel coolere Bands da draussen, die auf jeden Penny angewiesen sind und waren also wen juckt´s? Wer hingehen will...bitte...wer nicht geht zu Rosetta!
"Bands wie La Dispute machen neugierig, werden aber niemals einer breiteren Masse bekannt werden, dazu sind sie zu Undergroud, zu Hardcore..." Das hätte man damals von ATDI und Refused genauso sagen können. Ich erinner mich noch genau, wie geschockt/erfreut ich war, als 1997 abends auf MTV tatsächlich mal ein Video von Refused gespielt wurde. Da hätte ich niemals mit gerechnet. Und ATDI innerhalb von 1-2 Jahren von der Casino-Tour im halb gefüllten Hamburger Hafenklang zur ausverkauften Fabrik aufgestiegen sind. Und zumindest auf VIVA2 rauf und runter gespielt wurden. Hätte man so auch nicht mit gerechnet.
Reunion: Tatsächlich ein fader Beigeschmack bei ausgerechnet diesen beiden Bands mit ihren hoch gesteckten Idealen, aber mal abwarten. Faith No More und Kyuss Quasi-Reunion haben mir auch viel Spaß gemacht, weil ich sie damals leider beide verpasst hab, und so zumindest noch einmal einen Eindruck erahnen konnte. Wer Refused und ATDI damals gesehen hat, wird sicher enttäuscht sein, denn mehr Energie, als diese beiden Bands zu ihren Hochzeiten auf die Bretter gebracht haben, können sie heute (fast) unmöglich rüberbringen. Für alle anderen, die sie damals verpasst haben, ist es vielleicht besser als nichts und allemal den Spaß wert. Man wird sehen...
Was mir an der ATDI- Reunion GEFÄLLT ist der Gedanke, daß Omar und Cedric offensichtlich ihre alten Taten wieder wertschätzen können !
Mars Volta ist meine Lieblingsband, aber ich kann mich an ein Statement von Cedric erinnern, daß er die Lieder von früher nicht mehr mag, wobei auch diese Songs "Klassiker" sind :-)
Ich freue mich auf jeden Fall und hoffe, daß Omar und Cedric zügig auch in Deutschland auftreten (mit oder ohne ATDI- Songs)
La Dispute ist für mich eine ATD-I Kopie... Zumindest konnte man sagen dass ATD-I einen eigenständigen sound entwickelten, könnt ich von La Dispute nicht so recht behaupten. und refused, die waren halt einfach richtig gut in dem was sie gemacht haben.. musik wie die von "songs to fan the flames.." war nichts neues, aber dafür um längen besser als wie man es von anderen bands kannte. "the shape of punk.." würd ich schon als was besonderes bezeichnen. man denken nur an "deadly rythm"!!! die schnellen, ruhigen, jazzige ride fills am schlagzeug, gepaart mit der abwechselnden härte hardcore härte... und der jazz part in der mitte vom song... schlicht einfach, genial!
Die meisten finden dann doch nur das alte Zeug besser (oder eben die alten Shows) um zu zeigen, dass sie ja damals schon dabei waren.
Ich bin gespannt, ob es eine Exclusiv-Show bei RaR gibt :-D
"Alles Verräter außer The Smiths!"
Und Abba.
Ups, da ist mir Woas Sois... zuvorgekommen. Sorry. Kommt davon, wenn man sich die Meinungen nicht durchliest und einfach 'auf blöd' postet.
Geil, wieso lasst ihr sie nicht ersteinmal nen Ton spielen und befindet dann, ob sie es noch bringen oder nicht?
Boah, schon wieder diese pro/kontra.
Können wir uns nicht erstmal freuen das diese beiden geilen bands wieder was machen? Wenn es dann scheiße war kann man ja immer noch drüber meckern. Bekommt doch keiner einen preis dafür das er als erster gesagt hat das das nix wird.
Abwarten und sehen was passiert.
Wer hat hier ABBA ins Spiel gebracht?
Kann riotsk nur zustimmen.
Beide Bands sind gut.
Mehr aber auch nicht.
Der Hype ist völlig überzogen.
Da freu ich mich lieber auf die erste Circle Takes The Square Europatour.
"riotsk 10.01.2012 | 22:10
Wer hat hier ABBA ins Spiel gebracht?"
Ich, die haben sich nicht mal für eine Milliarde $ Dollar wiedervereinigt. Also, wenn das nicht konsequent ist, dann weiß ich es nicht.
Und Onkel fucking riot schaffts auch hier wieder Rosetta ins Spiel zu bringen. Was der Tünnes mit dem Bärtchen für Godwin, das ist Rosetta für riot fucking riot :D
ATDI waren mir schon immer egal und Refused... naja, ein riesiger Hit, ein passables Album... es gab Splits, die trauriger waren und Reunions, die nötiger wären.
Warum wurde eigentlich nie son Gedöns um die Reunion von Godflesh gemacht, einer Band, die vor allem in Musikerkreisen höchste Anerkennung genießt und von unendlich vielen Bands als große Inspiration genannt wird?
Bei den Blues Brothers gab es auch eine Reunion .. und? Waren die schlecht?
Aber okay, letztendlich ging es denen auch nur ums Geld
zum ersten mal stimme ich frau helm und nicht hernn schwarzkamp zu. ihr habt euch doch erst kürzlich über das fehlen eines protestsoundtracks beschwert. also bitte - refused are fucking back
Die Gerüchte scheinen sich zu bestätigen: At The Drive-In melden sich 2012 mit einem brandneuen Studioalbum zurück!
Hier die geheime Tracklist, welche bereits im Netz kursiert:
1. Arch-Angel Stripshow Aristocracy
2. Pattex Against Twitter
3. One-Testicled Tyrannosaurus
4. Solarplexus Implants
5. Ayahuasca Flashback Support Hotline
6. Elephantiasis Gigolo
7. Deoxyribonucleicated
8. Methadone Archimedes
9. Appendix-Out Abortionator
10. Venus Thrombosis
11. Lenin Mausoleum Facility Manager
12. Teenage Mutant Irokese Gauchos
13. Plano-Convex Cellulares
...Ich kanns kaum noch erwarten...!
Die Setlist hätte sich die Visions auch nicht besser ausdenken können. Pattex against Twitter. Herrlich =)
Da find ich den Usernamen "emokid1980" aber witziger.....
"9. Appendix-Out Abortionator"
Lol
Pro: Refused/ATDI sind zurück!
Contra: Überflüssige Diskussionen!
Meine erste Reaktion: Euphorie!
Refused galten für mich mit "The Shape..." damals wie heute als wohl wichtigste, interessanteste und irgendwie beste (so ein Begriff in diesem Kontext ist immer etwas schwierig) moderne Hardcore Band!
ATDI fand ich mit "Relationship..." ganz gut, würde sie aber nicht zu meinen absoluten Favs zählen.
Nun da sie (Refused) zurück sind und ich sie höchswahrscheinlich auf dem Groez sehen werde, müßte ich eigentlich überstrudeln vor Freude...doch irgendwie hat sich das anfängliche Gefühl wieder gelegt.
Diese Reunion hat irgendwie einen faden Beigeschmack, da würde ich Herrn Schwarzkamp recht geben. Zwar weiß man im Nachhinein, dass sich Refused nicht aus ideelen Gründen getrennt haben, sondern aus persönlichen, so dass man ihnen in dieser Hinsicht nichts vorwerfen kann, doch trotzdem wirkt eine Wiedervereinigung für mich persönlich etwas verpätet. Sie sollten nicht ihr eigenes Denkmal demontieren...die Gefahr sehe ich aber als gegeben.
Aber ich bin auch irgendwie raus aus der ganzen Hardcore-Geschichte. Es gibt einfach nichts interessantes mehr (La Dispute mit einbezogen):
Die meisten "Desperate-HC"-Bands (furchtbarer Begriff) wirken wie gute Kopien von Give up the Ghost und Modern Life is War (selbst eine sehr gute Kopie von ersterer).
Die ganzen metallischen Sachen sind peinlich, Hatebreed hätten da völlig ausgereicht.
Bei den heftigeren Geschcihten wie Converge ist für mich die Luft raus. Selbst Dillinger Escape Plan machen schon lange nichts neuartiges mehr.
Die letzte Platte aus diesem Bereich, die für mich noch was besonderes ist, war die letzte von Propagandhi.
Im Endeffekt greife ich mittlerweile doch doch lieber zu modernen Klassikern wie Neurosis, die einen erheblichen Einfluss auf die Szene ausgeübt haben oder z.B. Wolves in the Throne Room...Sachen, die einen noch wirklich berühren.
Vielelicht wäre es dann an der Zeit, dass neue Platten von Refused und ATDI kommen. Vielleicht könnten diese wieder das Feuer in einem stagnerenden Genre entfachen.
...und wir lachen uns heimlich ins Fäustchen. Über eure Pros und Contras, die Kommentare und Objektivität...Wir, im Underground bewusst verbleibend, an die Ideale der Autonomie und Freiheit glaubend und es lebend...Der "harte Kern" mit Mut zur Veränderung und Konsequenz, als ein Teil des Ganzen, war und ist für uns ein anderer als für euch...Es ist so herrlich selten, das "more than music", hier erst recht.
Also falls Cedric und Omar dabei sein sollten bei der ATDI Reunion.. warum sollte es denen denn bitte schön um Geld gehen, wie lächerlich. Die verdienen mit TMV doch 100mal mehr, als zu den besten ATDI-Zeiten, haben sogar nen Grammy gewonnen und treten bei David Letterman auf...
Also ich kann das mit den ganzen Reunions verstehen. Das sind auch nur Menschen, die sich an die geile, alte Zeit sehnen und einach mal wieder Bock haben, mit den alten Jungs wieder den alten Scheiß zu machen. Und warum sollte man das nur im Proberaum/Studio tun, ist doch langweilig.
refused und atd-i werden beide SEHR viel geld einspielen und durchaus auch mehr geld als die anderen bands der herren.
ja, mars-volta sind groß. wenn nicht riesig. aber die band hat auch verdammt hohe kosten. MV bestehen nur noch aus zwei mitgliedern, der rest sind bezahlte musiker, die geld kosten. wie viele leute stehen bei mars volta auf der bühne? wie viele leute müssen hinter der bühne bezahlt werden? wie aufwendig ist deren bühnenshow? das kostet alles viel kohle.
atdi waren dagegen fünf kids, die im van auf tour waren. so können sie es heute wieder machen, die kosten sind gering.
die refused leute haben meines wissens zwar weitere bands am start, aber geld verdienen dürften sie mit keiner davon.
die bands treten bei ein paar festivals als headliner auf und bekommen jeweils gagen im bereich X0.000 EUR. davon spielt man im sommer einige und am ende des jahres bleibt verdammt viel geld übrig.
das zu machen, ist das gute recht der musiker. möglicherweise würde ich es auch so machen, wenn ich in entsprechender band gewesen wäre und kann es deshalb weder refused noch atdi verübeln. auch selbst wenn sich die bands nicht wegen dem geld zusammengetan haben sollten, wie einige hier wirklich glauben, sondern sollte es um das livespielen gehen, dann sollte klar sein, dass diese mehr oder weniger hardcorebands auf der bühne von ihrer energie lebten. und diese wird man auf höheren bühnen und mit 10 jahren mehr auf dem buckel nicht mehr so wie damals herüberbringen können. deshalb ist es auch angebracht, diese bands als nicht mehr authentisch zu bezeichnen.
"Alles Verräter außer The Smiths!" schöner schlußsatz.
ich möchte at the drive-in sehr gerne live sehen, weil ich sie erst 2001 kennen- und liebengelernt habe, ein jahr nach ihrer auflösung. trotzdem bin ich verwundert, weil omar und cedric seinerzeit unisono gesagt haben, dass ihnen das bandkonzept zu eng gesteckt ist und sie deswegen the mars volta ins leben riefen...
zuerst hats mir auch sauer aufgestoßen... refused und atdi wiedervereinigt.
und nach unzähligen, stundenlangen diskussionen ist schlussendlich doch wieder rausgekommen - lasst sie spielen, und im endeffekt wirds wieder ein sell-out sein.
trotzdem werd ich nach berlin fliegen, um mir refused anzusehen. wieso sollt ich mir aufgrund des beschissen hintergedankens "scheiß sell-out band" die gelegenheit verbauen, meine über-drüber-band live anzusehen.
klar wären mir D.I.Y.-clubs auf einer kleinen tour lieber gewesen als suspekte festivals, aber was solls. den lyxzen hab ich eh schon vor kleinen publikum mit AC4 gesehen.
und ihnen die ganzen aussagen von '98 mit gehobenem zeigefinger vorzupredigen hilft auch nichts. das war vor 14 jahren. menschen ändern sich, musiker noch schneller. es interessiert auch niemanden, wenn dir deine aussagen mit 14 vorgehalten werden.
zum schluss noch der vergleich mit abba - die haben schon zu zeiten der band nichts mehr miteinander geredet, die werden auch für x-millionen nicht mehr auftreten. so ein schwachsinn der vergleich.
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