Gamesflash
+++ "Dead Space" hatte ja damit überrascht, dass diese triefende Alienschlachtplatte so unbehelligt an der USK vorbeigerutscht war, denn die Mischung aus Sci-Fi-Thriller, Survival Horror und schierem Terror machte mit diversen effektvollen Außerirdischenliquidierungsmethoden von sich reden. "Dead Space: Extraction" (EA / Wii), die Portierung der Serie auf die Wii, steht in diesem Punkt ihren High-Definition-Geschwistern nur wenig nach und beweist, dass auch die vermeintliche Kinderkonsole ein passables USK18-Geschütz auffahren kann. Dabei wurde die Handlung als Sequel angelegt und die Third-Person- in die Ego-Perspektive befördert. Zudem wurde das Gameplay auf einen klassischen Lightgun-Railshooter getrimmt. Der macht, die adäquate Plastikpistolenhalterung für die Wii-Fernbedienung vorausgesetzt, richtig Spaß, denn auch grafisch und soundtechnisch geht die kleine Nintendo-Konsole in die Vollen.
08/12 Nils Klein

+++ Ego-Shooter oder Rollenspiel? Wer keine Lust hat, sich zwischen beiden Genres entscheiden zu müssen, der legt "Borderlands" (2k / PS3, Xbox 360, PC) ein und erfährt, dass die Verquickung der beiden Spezies einen unterhaltsam Bastard ergibt. Auf dem verlassenen Wüstenplaneten Pandora macht man sich mit bis zu vier Spielern und vier vorgefertigten Charakteren daran, einer geheimnisvollen Alien-Schatzkammer hinterherzujagen – anstrengend dabei ist, dass der Planet von allzu garstigen Kreaturen bewohnt ist. Die gilt es im Stile eines guten Shooters in die Umlaufbahn zu jagen, während man mit den erhaltenen Fähigkeitspunkten ganz klassisch sein Alter Ego hochlevelt. Das alles geschieht im schicken Cell-Shading-Look, der dem Spiel das gewisse Etwas verleiht. Einziger Wermutstropfen: Borderlands erlebt die Ungnade des randvollen Spielherbstes, könnte diese Perle doch dank anstehender Blockbustertitel allzu schnell durchgereicht werden.
08/12 Nils Klein
+++ Oh, 2009 ist fast rum? Dann wird es für THQ Zeit, die Helden in Strumpfhosen in den Ring zu schicken. "WWE SmackDown vs. Raw 2010" (THQ / alle Formate) heißt der neuerliche Ableger des Wrestling-Dauerbrenners und als Spieler ist man dieses Jahr mehr denn je zwiegespalten. Die Spielmechanik ist an der Grenze zur Perfektion, aber die Grafikengine wirkt, trotz sichtbarer Verbesserungen, insgesamt langsam altbacken. Dabei deckt auch der Spielumfang fast alle Kundenwünsche ab: Alle erdenklichen Match-Modes sind versammelt, man kann seinen eigenen Kämpfer langsam aufbauen und das Highlight der 2010er-Edition: Der Story-Editor. Aufgrund fehlender Konkurrenz und der Anerkennung eigener Stärken: (Mal wieder) Referenz. 2011 aber bitte an der Grafikschraube drehen! Und Mickey Rourke aka Randy „The Ram“ Robinson Ramzinski als downloadbaren Charakter anbieten!
08/12 Nils Klein
+++ „Hey, jetzt kommen die Hero-Turtles / Superstarke Hero-Turtles / Jeder kennt die Hero-Turtles / Immer auf der Lauer / Sie sind echt ein ultraheißes Team!“ Der Gassenhauer von Frank Zander zur Comicserie ist fast spannender als das zuletzt erschienene "Teenage Mutant Ninja Turtles: Smash-Up" (Ubisoft / Wii). Da hilft auch kein verklärtes Flashback in die eigene Jugend, dieses Spiel ist ein stumpfer Klopper und halbgarer "Super Smash Bros. Brawl"-Klon im Schildkrötenuniversum. In 2D-Manier haut man sich mit allen bekannten Charakteren der Serie mehr oder minder kontrolliert auf die Birne, zumal die Steuerung eine wild-abstruse Button-Smash-Orgie geworden ist. Darf man getrost nicht kaufen.
04/12 Nils Klein
