VISIONS Nr. 236 - 11/2012

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VISIONS 236

Die Deftones gehen zum Lachen in die Wüste, Converge zum Spielen in den Keller – auf unfehlbare Alben sind sie dagegen beide abonniert. Und wo wir schon bei sonderbaren Orten für Rockmusiker sind: Während Trail Of Dead ausgerechnet in Hannover wieder zu sich finden, fantasiert Bob Mould von „deutschen Autobahnen ohne Baustellen“. Komplexer wird es da bei den Postrock-Paten Godspeed You! Black Emperor, die uns eines von weltweit zwei Vorab-Interviews zu ihrem aus dem Nichts erschienenen neuen Album gegeben haben. Oder beim Prog-Metal-Phänomen der Stunde, Djent. Apropos Prog-Metal: Falls ihr euch abschließend fragt, was denn nun dieses Foto eines Watchtower-Shirts auf dieser Seite sucht: Hierbei handelt es sich um das erklärte Lieblingskleidungsstück von VISIONS-Chef Michael Lohrmann. Wir finden, das ist ein schöner Teaser für das große Bandshirt-Special ab Seite 52. Den Rest soll Lohrmann euch selbst erzählen: „1989 pilgerte ich als beinharter Fan zur Release-Show der neuen Watchtower-LP Control And Resistance in die Dortmunder Live Station, um mir mit 80 anderen im 7/8-Taktgalopp die Nackenpartie zu malträtieren. Ich habe dort auch ein Interview mit der Band gemacht, und hinterher schenkte mir die Promoterin Marlene dieses Shirt. Es war das einzige in M und passte wie angegossen. Love at first feel.“ In diesem Sinn: Viel Spaß mit VISIONS 236!

Die (reguläre) CD im Heft - All Areas Vol. 145 - mit Trail Of Dead, Converge, Deftones, Captain Planet, Graveyard, The Sword u.a.

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Inhalt der Ausgabe

Titelstory: Deftones

DeftonesFrüher haben die Deftones Jahre gebraucht, um ein Album fertigzukriegen. Doch bei Diamond Eyes haben sie gelernt, wie es anders geht – und das beim neuen Album "Koi No Yokan" gleich noch einmal probiert. Nebenher experimentieren sie mit Vitamindrinks und einer neuen Herangehensweise an Tourneepläne. Aber drei Dinge bleiben ihnen in die Gitarrenkoffer gemeißelt: die Spannung zwischen Schönheit und Aggression, die Leidenschaft fürs Musikmachen und der Spaß am Unsinnreden.

Converge

ConvergeFür die einen sind sie die kompromissloseste Hardcoreband der Welt, andere erinnert Jacob Bannons Gesang an einen kotzenden Gremlin. Unstrittig ist, dass Converge in ihrer eigenen Liga spielen, seit sie mit "Jane Doe" einen Meilenstein der harten Musik veröffentlicht haben: virtuos inszenierter Wahnsinn, ein existentialistischer Höllenritt. Wenige Bands haben ihren Stil und Ästhetik so perfektioniert wie Converge, die immer noch die Ideale des Hardcore verkörpern, obwohl sie längst über alle Genres erhaben sind. Das zeigt sich nun auch auf "All We Love We Leave Behind".

Bandshirt-Special

Bandshirt-SpecialJacob Bannon von Converge verschenkt regelmäßig seine Bandshirts. Eine Idee, auf die Matthias Scheuerer garantiert nie käme: Seine Shirt-Sammlung umfasst viele Raritäten, nicht nur von Slayer, wie unser Foto vermuten lässt. Das meistgetragene Kleidungsstück der Rockmusik hat aber nicht nur einen optischen Wert: Für viele Bands ist es zu einem entscheidenden finanziellen Faktor geworden.

Godspeed You! Black Emperor

Godspeed You! Black EmperorAndere machen aus Mücken Elefanten, Godspeed You! Black Emperor brauchen zehn Jahre für ihr viertes Album und veröffentlichen es dann heimlich unter falschem Absender: God’s Pee nennen sie sich kalauernd auf dem Cover, und das ist nicht der erste Namensschwindel im Kontext dieser Platte. Godspeed und ihr Label Constellation haben eine schöne Verschwörung rund um Allelujah! Don’t Bend! Ascend! gesponnen. VISIONS gehörte zu den wenigen Eingeweihten.

Trail Of Dead

Trail Of DeadMan erwartet nichts anderes als Überraschungen, wenn Trail Of Dead ein neues Album aufnehmen. Ihr achtes ist trotzdem eine gewaltige: Nach Jahren ständig zunehmender Progressivität und Opulenz haut einem "Lost Songs" ins Gesicht wie keine Trail-Of-Dead-Platte seit "Madonna". Verantwortlich dafür ist allgemein die Welt und im Besonderen Syrien, der Niedergang der Subkultur und Conrad Keelys neue Heimat: Kambodscha.

Djent-Report

DjentHinter dem lautmalerischen Begriff "Djent" verbirgt sich ein musikalisches Phänomen, das sich nicht zwischen Sound, Genre oder Szene entscheiden will. Muss es auch nicht, denn Djent Metal ist nur ein Klingelschild am Haus globaler Communitys, die verschiedenen extremen Genres frische Hardware- und Software-Updates verpassen.

Weitere Themen:

Paul Banks | Tame Impala | Bob Mould | Green Day | Axewound | Joey Cape | Parkway Drive | Graveyard | Stars | Abraham | Stone Sour | Metz | The Sword | Between The Buried And Me | Mono | Collapse Under The Empire | Torpus & The Art Directors | Benjamin Gibbard | Smoke Mohawk | Captain Planet | Maserati

Außerdem:

Der Soundcheck in diesem Monat mit Trail Of Dead, Captain Planet, Godspeed You! Black Emperor, Soundgarden, Birds In A Row, Bison B.C., Maserati und vielen anderen. Die wichtigsten Platten des Monats, Vinyl, DVDs und Games auf 30 Seiten rezensiert.

Live

Konzertberichte aus den letzten Wochen. Unter anderen mit Radiohead, Billy Talent, Muse, La Dispute und Title Fight.

Beilage: 145 - All Areas CD

Tracklisting

145 - All Areas CD Cover
  1. Deftones - Leathers
  2. Converge - Aimless Arrow
  3. ...Trail Of Dead - Open Doors
  4. Graveyard - Endless Night
  5. The Sword - The Veil Of Isis
  6. Axewound - Post Apocalyptic Party
  7. Captain Planet - Spinne
  8. Less Than Jake - Goodbye, Mr. Personality
  9. The Durango Riot - Everybody’s Got To Go
  10. Oslo Ess - Kakerlakkene
  11. Hong Faux - Deathmatch
  12. Manko Nova - Phantom