VISIONS Nr. 215 - 02/2011

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Die Themen unserer Februar-Ausgabe im Überblick:

TITELSTORY: SOCIAL DISTORTION

Social Distortion Vom Punk die Attitüde, vom Rock die Riffs, vom Blues den Schmerz, vom Country das Storytelling, vom Rockabilly die Schuhe. Und die Stimme? Die hat ihm vielleicht sogar Gott geschenkt. Mike Ness hat fast zwei Drittel seines Lebens mit dieser Band verbracht und dabei viel gewonnen, aber auch einiges verloren. Social Distortion haben nicht den ganz großen Durchbruch geschafft, sind aber auch nie ganz unten als Karikatur ihrer selbst gelandet, die auf als Konzerte getarnten Ü40-Parties alte Kracher aufwärmt.

...TRAIL OF DEAD

...Trail Of Dead Fast anderthalb Jahrzehnte nach Bandgründung sind sie wieder da, wo sie am Anfang standen: …Trail Of Dead verstehen sich wieder als Gitarren-Schlagzeug-Duo mit multithematischem Output. Ihr neues Album Tao Of The Dead erlaubt einen tiefen Blick in das, was Jason Reece und Conrad Keely umtreibt: Retrofuturismus, Ideen einer von Menschen bereinigten Welt, persönliche Referenzpunkte wie Pink Floyd, Steppenwolf und der deutsche Krautrock.

THE GET UP KIDS

The Get Up KidsEnde. Pause. Neustart. Noch mal von vorne, unabhängig und so D.I.Y. wie zuletzt vor 14 Jahren, als The Get Up Kids vier Minuten für eine Meile brauchten. Die einflussreichen Helden der 90er-Emo-Ära haben sich erholt. Vom Streit, einem Weirdo im Rausch, Heimweh und sich aneinanderreibenden Egos. All dem hält schließlich die beste Freundesbande nicht stand.

VEGETARISMUS & MUSIK

Vegetarismus&MusikMan sieht es den Leuten nicht an. Aber hört man es? 26 Jahre nach Meat Is Murder wettert Morrissey immer noch einsam gegen Jäger und Festivalwürstchen, während die Punks Cupcakes backen. Ein Schriftsteller gibt den neuen großen vegetarischen Popstar, im Indierock ist Veganismus schon lange synonym mit gelebtem Hipstertum, und ausgerechnet der Metal macht es einem schwer, in seinen Reihen eine Band zu finden, die auf Tour Steaks für alle bestellt. Und wo sind sie jetzt, die neuen Hymnen gegen Fleisch? Machen bessere Menschen auch bessere Musik? Sind Liebeslieder Provokation, wenn man dazu Seitan isst?

AMPLIFIER

AmplifierKeine faulen Kompromisse mehr: Nach dem Beinahe-Split präsentiert das Trio aus Manchester mit dem ambitionierten Großprojekt The Octopus nicht nur ein monströses Doppelalbum, sondern auch die eigene Weltanschauung. Und all das ohne Hilfe – zumindest nicht die einer Plattenfirma.

GANG OF FOUR

Gang Of FourNach zehn Jahren im Halbruhestand erinnern zwei musikalische Extremisten daran, warum sie in letzter Zeit auch in Abwesenheit glänzten. Content ist ein böses Album geworden, und auch im Interview zeigt sich wenig Altersmilde - Gang Of Four haben mit dem Status Quo noch ein Hühnchen zu rupfen. Außerdem unter ihren Opfern: Amerika, HipHop, tätowierte Männer und der arme Yngwie Malmsteen.

IRON & WINE

Iron & WineSufjan Stevens hat die Elektronik und den Schatten, Sam Beam fünf Kinder und ein Vorlesungsverzeichnis. Nach seinem grandiosen Kiss Each Other Clean erklärt der Iron-And-Wine-Kopf nun, wie man ein radiofreundliches Album macht, das niemals im Radio laufen wird – und zu den vielen Bedeutungen eines schwarzen Esels mit dem Arsch wackelt.

WEITERE STORYS

Triggerfinger // Roger Miret // Middle Class Rut // Navel // Shores // Architects // Times Of Grace // Gruff Rhys // Anna Calvi // Cold War Kids // Tu Fawning // Esben And The Whitch // British Sea Power // Kaizers Orchestra // Pandoras Box // The Go! Team u.v.m.

Live

Boysetsfire // Belle & Sebastian // MGMT // Jupiter Jones // Karnivool // Municipal Waste

Beilage: 124 - All Areas CD

Tracklisting

124 - All Areas CD Cover
  1. The Get Up Kids - Tithe
  2. ...Trail Of Dead - Weight Of The Sun
  3. Social Distortion - California (Hustle And Flow)
  4. Mogwai - Rano Pano
  5. Amplifier - Golden Ratio
  6. Earthship - Born With A Blister
  7. Abraham - The Statues
  8. Architects - Learn To Live
  9. Navel - Black Days
  10. The Go! Team - Throwdown
  11. Imaginary Cities - Hummingbird