25.02.2011 Autor: doomraupe

Robert Wyatt dondestan

eigentlich ist das cover der cd, schon die beste plattenkritik. aber was heisst hier eigentlich kritik. kritik gibt es keine. das cover zeigt eine unaufgeregte häusliche szene. ein paar, sitzt in seinem häuschen und blickt auf den strand, der direkt vor der häustür liegt. an eine flut, an einen sturm, will man hier erst gar nicht denken. das bild beschwört eine idylle. die musik tut es dem bild gleich. es ist der blick aufs meer. die zeiten als man noch selbst zur see fuhr, sind vorbei. das paar wirkt vertraut, die rollen verteilt, die zeiten wo das wort im mittelpunkt stand, scheinen auch vorbei. es wird um das wort herumgelebt. so klingt auch die musik. entspannt, ja fast pastoral. als ob jede szene des bildes in eine kleine melodie gegossen wurde. da fällt keine szene aus dem rahmen. alles bleibt ein ganzes. und zieht den betrachter immer tiefer in sich hinein. irgendwann sitzt man selbst, vor dem fenster...und im besten fall sieht man sich selbst davor, vorbeigehen. das ist das beste was der musik passieren kann: selbstvergessenheit, die schönste form von glück. ja die platte macht glücklich, nicht im vorbeigehen, sondern im sich fallen lassen. im wahrsten sinne.

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