15.02.2011 Autor: doomraupe

Pain Of Salvation Scarsick

road salt one, liegt jetzt fast ein jahr zurück und beglückt noch immer mit seinem ureigenen blues. prog war das musikalisch natürlich nicht mehr, höchstens progressiv für die band, die sich wiedereinmal neu erfand. sein vorgänger, scarsick, deutet es schon an: die strukturen brechen auf, man holt sich die sonne ans deck und wird noch melodischer und auch textlich, bewegt man sich fern von drachen, rittern und fabelwesen. scarsick ist ein spiegel. im dunkeln schmeichelnd, und gerade bei licht, erbarmunglos ehrlich. manch einer möchte lieber nicht hinsehen, verlässt sich auf die schönen melodien, bleibt aber an der oberfläche. manch anderer, blickt sich beim intensiveren genuss des albums, selbst tief in die augen. das ist manchmal mehr, als man ertragen kann. also, das album ist mal wieder mehr als nur musik (wie bei allen alben von pain of salvation). mehr als hörbares-fastfood, mehr, was man mit einem mal hören begreifen kann. spiegel ist wahrheit. hier wird nicht behauptet, sie gefunden zu haben. sondern man zeigt, was ist. musikalisch streift man alle welten: folk, dance, klassik, pop, rock, metal...immer wieder getaucht in wundervolle, überraschend aufblitzende melodien. ein mutiges album, das mut abverlangt und den mut belohnt. ein spiegel im spiegel im spiegel...der das gibt, was man selbst investiert.

Plattenkritik schreiben