Portugal. The Man - The Satanic Satanist
Bewertung: 12/12 Artistprofil von Portugal. The Man The Satanic Satanist - VISIONS Plattenkritik lesen
„The Satanic Satanist“ ist eine Zeitreise. Es geht in die Vergangenheit. Wälder, Meer, Erde, Sonne, man selbst. Was kann schöner sein, als eine Platte vor sich zu haben, die nicht langweilig wird und von Dingen erzählt, die lange vergangen sind, aber das Sehnen danach nicht nachlässt. Die Platte sprüht vor Harmonie und Nostalgie, wirkt aber nicht alt. Eine Zeile um das Album zu beschreiben? „Took a trip out in '87, we were looking for a place where we don't need heaven.” Einfach raus und leben mit dieser Platte als Soundtrack dazu. Portugal. The Man legen mit “The Satanic Satanist” ihr bisher bestes Album hin, mit dem ohnehin schönsten Cover überhaupt. Jede Nuance in der Musik ist perfekt, jedes Instrument schmiegt sich perfekt in die Dreiminüter ein und jedes kleine Detail macht die Platte voller und schöner. Es sind die kleinen Dinge, die diese Platte auszeichnen. Wer braucht epische Klänge, wenn ein Klavier reicht? Portugal. The Man sind Hippies, das wird nicht nur im großartigen und etwas rausfallenden „Lovers in Love” deutlich. Highlights gibt es kaum (wie auch, wenn das ganze Album die Messlatte derart hoch setzt, dass alle anderen Platten 2009 leider die Latte reißen), höchstens. Ein Sommeralbum, das nicht überzogen fröhlich ist. Zum Wegträumen und nicht mehr zurückkehren („Guns and Dogs“, „The Sun“), zum Weinen („Let you down“). Aber man hat nie das Gefühl, dass irgendetwas negativ ist. „Watch the world and know that it’s alright.“ Die Beatles haben auch ihre Finger im Spiel und man merkt, dass man sich irgendwie in Alaska befindet. Ich brauche ein Wort, um diese Platte zu beschrieben: Perfekt.



