Nickelback The state
Bewertung: 10/12 Artistprofil von NickelbackManche Dinge bedürfen keiner Erklärung. Zum Beispiel das warme Gefühl im Bauch das guter Rock nun mal mit sich bringt. Oder das Bedürfnis die Refrain-Zeile einfach mitzusingen oder ein ganzes Lied sofort mitzusummen und den ganzen Tag im Kopf spazieren zu führen.
Nickelback sind in der Lage all dies zu bedienen und wirklich zu befriedigen.
Das Debütalbum von Kanadas derzeitigen Rockexport Nummer Eins lässt eigentlich kaum Wünsche offen. In einer Schnittmenge von sämtlichen Grungebands und einer gehörigen Nase voll traditionellem Rock haben es sich die vier Jungs aus Vancouver bequem gemacht. Der dabeientstandene Auflauf riecht am Ende angenehm nach Pearl Jam und erwachsenem College Rock. Was Nickelback aus der Masse abhebt, ist ein erstklassiges Gespür für gute Songs. Die Vorabsingle „Leader of Men“, der Beitrag zum Blair Witch II-Soundtrack „Old enough“ aber auch die restlichen Tracks, wie der (seltsamerweise geschmackvolle) Nirvana-Sound-a-like „Not leavin yet“ drücken das Adrenalin nach oben und das obwohl der kritische Verstand sagt, das so neu das alles ja nicht ist. Gesungen wird über Probleme die man kennt : Beziehungen, Drogen und das alles.
Dankbarerweise sind die Texte offen gehalten, so das die Gefahr der Belanglosigkeit elegant umschifft wird. Eine runde Scheibe für den Alltagsbedarf, die Hunger auf das macht, was diese noch junge Band, noch aus sich machen wird. Auf jeden Fall ein mehr als beeindruckendes Major-Debüt mit einer angenehmen Größe.
So, und ich geh` jetzt weitersummen.



