08.05.2014 Autor: stella-learns-to-live 0

Augustines: Köln - Luxor (06.05.2014)

Die Augustines und der “Wow- Effekt”

Am Dienstag war das letzte Konzert der Augustines und ihrer Walkabout- Tour in Deutschland (Luxor in Köln) und das obwohl Gerüchte über Krankheit der Band in den sozialen Netzwerken kusierten. Trotzdem gab es am Morgen des Konzerts nirgends einen Meldung zu finden, die vorhersagte, dass das Konzert am Abend ausfallen würde.
Was ich von diesem Abend erwartete? Gelinde gesagt: ungefähr nichts. Wenn man dem Erfolg der aufstrebenden Band in den letzten Monaten seit Beginn ihrer Tour gefolgt ist, sieht man ein paar Jungs, auf dessen Facebookseite nach jedem ihre Konzerte brav und artig gerührte Fans ihrer DankesHymnen schreiben, Jungs, die noch immer geduldig Foto über Foto über sich ergehen lassen; nach so vielen Konzerten, jeden Tag in einer anderen Zeitzone sieht man eine Band, die seltsamerweise auf jedem Konzertfoto aussieht, als wäre es auch für sie noch immer ein ganz besonders einzigartiges Erlebnis. Und wenn man sich dann noch ihre Interviews anhört, in denen ihnen immer und immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden und die die Augustines stets noch mit einem Lächeln beantworten, denkt man sich doch wirklich: Man das ist zu schön, um wahr zu sein oder?!
Also- ich erwartete nichts außer einer angeschlagene, müden Band, die sicher froh sein würde, wenn das Konzert vorbei war.
Tja wie man ja weiß: erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt! Ich kann den LobesHymnen der Bloggergemeischaft und Fans wenig hinzufügen, was den Hype um die Jungs noch steigert. Nachdem zu Beginn des Jahres in der deutschen Presse die Reviews ihrer CD eher nach Trauerbewältigung und depressivem Momento klangen, weht nun ein anderer Wind durch Deutschland. Ich nenne ihn mal den “Wow- effekt” denn die neusten Kritiken betiteln sich mit demselben: Soll heißen- es gibt keine Kritik mehr an der Band- keine traurigen Geschichten. Deutsche Fans lieben sie und das zurecht. Die Augustines sind live scheiß geil, ausgezeichnete Musiker, fetter Sound, sehr große Emotionen, die Band ist sehr respektvoll im Umgang mit Fans und jeder Einzelne von ihnen besitzt ein Charisma, welches eigentlich nur ganz große Stars ihr eigenes nennen können.
Ich war schon auf vielen Konzerten aber am Ende des Tages muss ich wirklich zugeben: ich glaube dieses Konzert der Augustines, war das Beste, was ich bis heute gesehen habe. Der große Unterschied zu anderen Bands ist, dass sie ihr Programm nicht einfach nur runterspielen, man hört, dass die Musik wirklich ein Teil der Band ist, ein Teil ihrer selbst, ihres Lebens – Musik von Seelen des Rock´n Roll.
Übrigens wird oft das vierte Bandmitglied der Augustines in Kritiken unterschlagen, so dass ich ihn an dieser Stelle nochmal besonders erwähnen will: Al Hardiman: Alter Du bist wirklich ein guter Musiker!
Um meine Review nun zum Ende zu bringen, möchte ich Eric Sanderson (Gitarrist) zitieren, der letzte Woche ein Interview im Bayrischen Rundfunk gab, in dem der Moderator ihn fragte: “Eure Konzerte in Deutschland sind fast überall ausverkauft, was ist eure Trick?” Und Eric antwortete: “Es gibt keine Grenzen zwischen der Band auf der Bühnen und den Menschen im Publikum!”
Und ganz ehrlich- ich glaube genau dies ist das Geheimnis der Band und ihres Erfolges.
Also an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Augustines, dass sie nie den Kontakt zu den Fans verloren haben, ich hoffe wir hören In Zukunft noch viel mehr von dieser energetischen Band;
und für alle, die die Band nun verpasst haben: Sie kommen für bis jetzt zwei Festivals zurück nach Deutschland, in dem für sie so ganz besonderem Monat: dem August.

Festivals:
Open Flair Festival Eschwege/Kassel 6.-10. August
Serengeti Festival 15.-17. August

Fotos

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