08.12.2011 Autor: Olsen

Opeth: Köln - Essigfabrik (01.12.2011)

Ich war zum ersten Mal in der Essigfabrik, die liegt größenmäßig so zwischen der Live Music Hall und dem E-Werk auf halber Strecke. Es war sehr, sehr voll (ausverkauft), ich hab mich gefragt, ob Veranstalter nach dem Love Parade-Desaster nichts dazu gelernt haben. Selbst ganz hinten an der Wand stehend hatte man keinen Platz.

Pain Of Salvation spielten schon, als wir reinkamen. Haben mir besser gefallen, als ich erwartet hatte. Von Platte kann ich den Gildenlöw nicht ertragen mit seinem theatralischen Gesang (hat sich auch nichts daran geändert, ich hab's später zu Hause noch mal versucht). Aber live durchaus eine Bank, gute Liveband mit viel Spielfreude. Gab auch relativ viel Applaus.

Dann Opeth. Tja, wie bewertet man das jetzt, wenn man zum ersten Mal auf einem Opeth-Konzert ist und sich mit der Band kaum auskennt und diese selbst sagt, was sie heute spielen würden, sei "unusual"? Fangen wir mit dem Positiven an: Die sind live technisch absolut perfekt und können hervorragend Atmosphäre erzeugen. Akerfeldt ist ein ganz sympathsiches Bürschken, aber auch sehr von sich selbst überzeugt. Diese ewig langen Ansagen (eher Gespräche mit dem Publikum) waren jedenfalls keine gute Idee und haben nach einer Weile nur noch genervt. Musik: Alles, was mal etwas krachiger und flotter wurde, hat mir gefallen, aber Großteile der Show bestanden aus mehr oder weniger langweiligem Gitarrengezupfe mit unglaublich depressiver Grundstimmung. Gerne auch mal drei sehr langsame Balladen hintereinander. Für mich einfach zu anstrengend, ich hab mir die ganze Zeit gewünscht, dass doch mal ordentlich losgegrunzt und geballert wird. Aber die Zeiten sind bei Opeth wohl (erstmal?) vorbei. Die Zugabe haben sich mein Kumpel (Opeth-Fan) und ich gespart, wir hatten schlichtweg genug.

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