Anna Calvi: Berlin - Astra (07.10.2011)
Anna Calvi gehört zu den Newcomern des Jahres 2011. Schon zu Beginn des Jahres spielte sie zwei ausverkaufte Gigs im Berliner Privatclub. Nun ist sie zum zweiten Mal in der Hauptstadt und füllt mittlerweile große Locations. Verlegt vom Heimathafen Neuköln ins Astra Kulturhaus.Supportet wurde sie an dem Abend von FRÀNÇOIS & THE ATLAS MOUNTAINS. Eine Band aus Frankreich, die mich ein wenig an die softe Variante von Vampire Weekend und an die jüngeren Radiohead erinnerte. Mit wenig instrumentalen Aufwand spielte sich die Band schon nach wenigen Songs in die Herzen der Zuschauer. Die Herren lösten mit ihrem leicht karibischen, französischen Sound und den angenehmen Electro-Beats ein regelrechtes Tanzbedürfnis bei den Zuschauern aus! Dazu kam, dass die Band eine kleine Choreographie hatte! Hin und wieder hüpften sie zu ihren Beats und der Sänger machte Bewegungen mit seinem linken Bein wie ein schwimmender Frosch. Ein sehr interessante Darbietung von Live-Performance:) nach einer guten halben Stunde verließ die Band verschwitzt die Bühne.
Kurz nach 22 Uhr betrat Anna Calvi die Bühne. In einem eleganten Kostüm und mit leichten Schritten (trotz Highheels!) schnappte sie sich ihre E-Gitarre und trat ans Mikro. Live klingt ihre Musik nochmal ganz anders als auf Platte. Selbstbewusst und mit einem Hauch Erotik präsentierte sie ihre Songs. Die Gitarre hält sie stehts wie die Musiker der 60er Jahre und bewegt sie wie einst Elvis nur viel femininer. Ein Auftritt der viel Atmosphäre versprüht und doch sehr kraftvoll ist. Das Publikum zieht sie in ihren Bann. Das Publikum, muss man sagen, bestand schon überwiegend aus Radio Eins-Hörern. Bei dem einen Teil dachte ich, sie wären ´69 auf dem Woodstock-Festival hängen geblieben und die Anderen schienen den einfach einen guten Musikgeschmack zu haben! Anna spielte gute 1 1/2 Stunden und hinterließ ein dankbares Publikum. ich glaube habe niemanden gesehen , der nicht ein Lächeln im Gesicht hatte der Richtung Ausgang lief.
So selbstbewusst Anna Calvi am Mikro und an der Gitarre ist, sobald der Song endet hat man das Gefühl die kleine schüchterne Anna vor sich zu haben. Überwältigt vom Applaus bedankt sie sich mit einem leisen fast schon schüchternem “Dankeschön” … herzzerreißend süß!
Abschließend kann ich sagen, dass dieses Konzert definitiv eins meiner Highlights dieses Jahr war …
von Ramona Luft
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