01.01.2011 Autor: rootsmusic

Jimi Hendrix: Gotha - The Londoner (10.12.2010)

Tourbuch der Erinnerung
VOODOO CHILE: ERIC GALES/TM STEVENS/KEITH LE BLANC

von Eddy Czesnick


Nun ist sie durch, die Tour „Voodoo Chile“ zum 40. Todestag des Gitarristen Jimi Hendrix. Die Band um Eric Gales / TM Stevens / Keith LeBlanc, wurde quasi über Nacht geboren und noch ins 2010 geschickt, um unserem Hero zu huldigen.
Ich habe im Auftrag der Booking Agentur „Directbooking Berlin“ einige Gigs beigesteuert, die ich anschließend betreut und gemeinsam mit meiner Frau besucht habe. Hier meine/unsere Eindrücke von einer Tour, die wie ich finde, mehr war, als nur eine Erinnerungstour für Jimi.

Der Tourplan wurde zur genüge im Netz veröffentlicht, die von mir gebuchten Gigs waren der Startschuss der Tour in Neuss, die Konzerte in Magdeburg, Dresden, Halle, Hannover und Gotha.

Vorweg die Eindrücke der Veranstalter und Pressekritiken:

Thomas – Im Hamtorkrug in Neuss:
„Meine Eindrücke der Show waren dergestalt, dass Tm und Keith meine hohen Erwartungen, die ich
ihres tollen Rufes wegen hatte, bei weitem übertroffen haben. Eric Gales jedoch habe ich völlig unterschätzt. Ich hatte schon so viele junge talentierte Nachwuchs-Gitarristen gehört, dass ich glaubte vor größeren Überraschungen gefeit zu sein. aber diese Dynamik, diese pure Lust auf den Saiten zu tanzen, - und nur sein schweißnasses Gesicht verrät seine Anstrengung, sucht seinesgleichen. nicht nur in lauten, impulsiven Passagen reißt er sein Publikum mit.
Auch wenn nur ein einziger Ton die Halle durchmisst, von einem Ende zum Anderen rennt, keift, verzweifelt halt sucht in den Ohren seiner Gefolgsleute, die es spätestens jetzt schon sind, hat Gales die Leichtigkeit und den Glanz seiner Augen auf die tosende Menge verteilt. Ja, ich war überrascht. Dieser Eric Gales, gerahmt von einer Rhythmusgruppe, für die wir ein viel besseres Wort finden müssen, ist eine Sensation!“

Nadja – Feuerwache in Magdeburg:
„Für uns als Feuerwache war das Konzert der absolute Höhepunkt. Besonders
die Reaktionen unserer Gäste, die zwischen super und genial lagen, haben
uns als Haus gefreut. Natürlich würden wir die Band sehr gern im Herbst zu uns holen, dann
wird es bestimmt sehr voll, denn das geniale Konzert hat sich in der Stadt rum gesprochen.“

Willi –The Londoner in Gotha:
„Mit meiner Agentur Eastside Promotion veranstalte ich seit 1988 Konzerte- darunter Eric Burdon, Canned Heat, Blood Sweat & Tears, John Mayall, Roger Chapman, Colloseum u.v. a. Aber das Konzert von "Voodoo Chile" mit Eric Gales. T.M. Stevens und Keith Le Blanc war etwas ganz Besonderes! Da kam ein Flair und ein Feeling herüber, wie ich es selten erlebt habe- Eines der besten Konzerte, das ich je veranstaltet habe. Vielen Dank auch an Eddy Czesnick, der mich aber auch nicht lange dazu überreden musste...“ Wilfried Woigk, Eastside Promotion

Erste Pressestimmen:

Konzertkritik - Iserlohn, 29.11.2010, Ralf Tiemann > T.M. Stevens: „Echte Kunst muss bewahrt werden“:

„…Man muss schon mehr als außergewöhnlich gut sein und ein wirklich unumstößliches Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben, um sich vor versammeltem Saal derart gehen zu lassen, wie es diese drei Naturgewalten am Freitagabend im Henkelmann getan haben. …Mit atemberaubenden Versionen von „Purple Haze“, „Foxy Lady“ oder „Hey Joe“, ausufernden Soli, gefühlvollsten Balladen-Einlagen sowie gnadenlosen und sehr blutigen Schlachten zwischen Bass und Gitarre war das nicht nur das Lauteste, sondern auch das Mitreißendste, was es an der Oberen Mühle in den letzten zehn Jahren zu hören gab… Das Original wird wohl keiner der Anwesenden jemals live gehört haben, aber so ähnlich wie am Freitag wird man sich wohl auch nach einem echten Hendrix-Konzert gefühlt haben. Nicht umsonst wurde Eric Gales von Janie Hendrix, der Schwester des großen Meisters, die das Hendrix-Erbe ähnlich streng beschützt wie Yoko Ono das ihres Mannes, zu einem ihrer Mitstreiter beim Hüten des Schatzes ernannt.“

Thüringer Landeszeitung v. 14.12.2010:
„Hommage an Hendrix – Coverband „Voodoo Chile“ begeisterte Gotha …“ von (ksi)

Was das Trio am Freitagabend im Londoner bot, war laut, schrill, verrückt – und genial. … Wer allerdings eine Coverband erwartete, sah sich getäuscht: Stevens und Gales boten reichlich eigene Titel, die sich zu einer Show formierten, in der Rockgitarre und Bass und Drums wie ein Gewitter übers Publikum hereinbrach. … Und wenn sich die Musiker vor Altmeister Hendrix verbeugten, dann mit atemberaubenden Versionen seiner Titel. … So mag es vor mehr 40 Jahren in den Clubs zugegangen sein, wenn Hendrix sich und sein Publikum in Ekstase spielte … Deshalb könnte sich am Schluss mancher so gefühlt haben, als hätte er ein wirkliches Konzert mit Hendrix erlebt – mitten in Gotha.“

Gothaer Allgemeine v. 14.12.2010:
„Hendrix-Feuerwerk gezündet – Trio Voodoo Chile mit Bassburgen und kraftvolle Gitarrenriffs gegen den inneren Frieden…“ von Thomas Behlert
Wir wissen nicht, ob Jimi Hendrix während seiner kurzen großen Karriere noch in kleinen Clubs gespielt hat, aber hätte seine Musik so geklungen wie beim Konzert im Gothaer Londoner, würden die Fans heute noch von diesem unvergesslichen Erlebnis schwärmen. …Doch es klang nicht einfach nach Tribute, nach elenden Coverrock, nein, es klang frisch, unverbraucht, wie neu geschaffen. … Viel Eigenes und wundervolle musikalische Zitate breiteten sich auf großen Flügeln aus und ließen alle in ein unerhörtes Universum eintauchen. … Alle anderen, die Hendrix kopieren, klingen nach nichts und sollten in Zukunft von Gotha fern bleiben.“

Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) v. 03.12.2010:
„Energiegeladene „Jimi Hendrix Night“ in der Kulturwerkstatt - Schade für die, die nicht da waren“ von Wolfgang Huge

„Um es vorwegzunehmen: Das Trio verschaffte sich innerhalb kürzester Zeit tiefen Respekt beim Publikum, mit eigenen Stücken und einer modern interpretierten Neuauflage so mancher Hendrix-Nummer…. Mit einem für Hendrix typischen, unverwechselbar rauen und voluminösen Sound ließen das Trio in keiner Sekunde Zweifel daran aufkommen, dass es sich hier um eine Blues&Rock-Band der ersten Liga handelt. Vor allem mit Eric Gales schrieb „Voodoo Chile“ an diesem Abend das Kapitel der Hendrix Revivals neu. Das Projekt „Voodoo Chile“ wird offiziell von der Familie Hendrix unterstützt, um als legitimes Nachfolgeprojekt zu touren. Warum, das zeigten die drei in der „Hendrix Night“, so der Tourneetitel von T.M. Stevens und Co. Schade, dass bei sieben Grad minus und einem Termin in der Wochenmitte viel zu wenig Gäste erschienen waren, um diesem Sahnestückchen der Rockmusik ihre Aufwartung zu machen. Die, die da waren, haben einen unvergesslichen Abend mit drei wirklichen „Supermuckern“ erlebt, und die, die zu Hause geblieben sind, haben sich von der heißen Atmosphäre dieses Auftritts nicht anstecken lassen können. Leider.“

Burkhardt aus Halle im „Stonesforum.de“
„…Von der ersten Sekunde an prasselte ein gewaltiges Soundgewitter auf das Publikum. Fette Bassläufe, wummerndes Schlagwerk, tolle Gitarrenriffs und überwiegend Eric Gales' schwarze Stimme ergaben einen klasse Mix aus Rock 'n' Funk plus anderen Stilelementen. …
Die Drei auf dem Podium gaben gewaltig Gas und ließen es weiter wuchtig donnern, man hätte glattweg denken können, jeden Moment würden die Bühnenbretter bersten.
Wer die Gelegenheit hat, Voodoo Chile live zu erleben, sollte dies tun; ich kann es nur empfehlen. … Aber Achtung: Für Schlaftabletten, die im Saal stehen als ob sie auf den Bus warten, gilt, sich zu locker zu machen und Steifheit abzulegen.“


Keith LeBlanc auf „Modern Drummer.com“
“Hi, MD readers, Keith LeBlanc here! I think this is probably the closest I will get to playing with Jimi Hendrix. I’m playing with two amazing players—the wonderful bass player T.M. Stevens and guitar monster Eric Gales. Both of these guys have a great sense of time, so playing with them is very comfortable and supportive. The shows on our tour are ninety minutes long—but we always end up playing an average of two and a half hours.
I’ve been playing drums professionally for over thirty years, and after all this time, walking to the stage to play always holds the same feeling of anticipation for me. Live music always has a life of its own. And it’s been fun for me to revisit my childhood through music on this tour. The Jimmy Hendrix experience was a great influence on me as a kid. Mitch Mitchell’s playing was my X-box at age seven. But as a child I was just trying to keep up with him and learn as many of his licks as possible. Before I did this gig I spent some time listening to all the old recordings again—and you know what? They sound just as good as I remember.
I wanted to break down what Mitch was doing in that famous trio. I found that Noel Redding held things down like a rock with the bass, and Mitch supported that. But he also kicked what Jimi was doing on guitar at the same time. I think Jaco Pastorius said it best: “You can play anything as long as you keep the groove going at the same time.” And that was the great thing about Mitch’s drum fills—they were always a big part of the groove. To me playing Hendrix tunes with Eric and T.M. is some of the most fun a drummer can have without getting arrested!”

Es ist schon ein wunderbares Gefühl mit so namhaften, gestandenen und sympathischen Musikern auf Tour zu sein, oder sie sogar näher zu kennen.
In der Tour-Crew bekannte Gesichter, zuverlässige Leute, die ihr Handwerk verstehen und ein Ray Freeman (Manager v. Eric Gales), der immer die Stimmung hochhält, egal wie intensiv es schneit oder andere Probleme auftauchen.

Andreas aus Berlin, ein treuer Konzertbesucher und mittlerweile ein guter Freund, ermöglichte es mir und meiner Frau die genannten Konzerte aufzusuchen, indem er uns bei diesen katastrophalen Witterungsbedingungen, wie selbstverständlich sein wunderbares Auto (SAAB – ich bin nun ein absoluter Fan dieser Marke!!) borgte – gilt hier zunächst ein erstes Riesen-Danke schön!

Leider war es uns zeitlich und terminlich nicht möglich den Gig in Neuss aufzusuchen. Eigentlich sehr, sehr Schade, war es doch das erste „Gewitter“ der Band – und was für eins, wird in den 14 minütigen YouTube-Video sehr deutlich!
Ungezügelt und gewaltig kam die Band daher – die wohl improvisierteste und Energie-gelandenste Show der gesamten Tour.


Unsere erste Reise ging nach Magdeburg, für Berliner ein kulturelles Niemandsland.
Für mich, als 1.FC Magdeburg- und Joachim Streich - Fan zu DDR Zeiten, eine ehrhafte Neugier-Reise. Niedliche Pension, keine 600m vom Venue – Alte Feuerwache – entfernt, im Übrigen ein Tipp des Engerling-Manager Gert Leiser, mit dessen Empfehlung wir im Klub spielen konnten. Halberstädter Str.140, kleine Kirche, niedlicher Weihnachtsmarkt davor, ein heißer Punsch mit dem Namen „Glühfick“, Live Bundesliga im gegenüberliegenden Pup, der gepflegten Art und natürlich ein sehr interessanter Klub in einem Kulturprojekt, dass in dieser Gegend wohl als Einzigartig zu gelten hat.
Sicher hätte dieser Abend noch besser besucht sein können, trotzdem, bei diesem Wetter und der Kürze an Zeit der Vorbereitung kamen sympathische Magdeburger in erstaunlicher Zahl, in der Altersstruktur bunt gemischt, freundlich, wissbegierig und neugierig, mit großen Augen und nicht minder großen Herzen für Live-Musik vor die Bühne der Alten Feuerwache und ließen sich von der Qualität überraschen und begeistern. Leuchtende Augen, zuckende Körper und stürmischer Beifall, wie man es noch aus den ersten Tagen nach der Wende kennt. Ein großes Kompliment an die Betreiber, allen voran Nadja Gröschner – ihr habt da etwas ganz Besonderes geschaffen und werdet Eurer Aufgabe in diesem, für unser Einer eher kulturell unbekannten Terrain, absolut gerecht! Eine kurze aber feine Stadtbesichtigung – Magdeburger Dom und Hundertwasserhaus ließen uns restlos überzeugen, diese Stadt in jedem Fall wieder aufzusuchen, ihre abgefahrene Geschichte zu erforschen und vor allem mit dieser Band im September zurück zu kehren!

Montags nach Dresden zu reisen, gab es für mich noch nie – und ich war schon hunderte Male dort angereist – ist es doch eine Stadt die in meiner Biographie eine große Rolle gespielt hat und hat sie doch eine „Neustadt“, die nicht nur 1x im Jahr „BUNT“ ist und die einem das Herz leuchten lässt, ganz zu schweigen von diesen aufgeschlossenen, herzlichen Menschen. Zugegeben, die Anfahrt auf den restlos zugeschneiten Hügel des Puschkin-Club erschreckte zunächst – auch die Kälte im noch unbeheizten Venue ließ uns das Blut gefrieren – um so erstaunlicher, wie sich dieser angesagte Dresdener Klub sich des Abends präsentierte – wohlig, beheizt, farbig – der Schneeberg verwandelt sich in einen äußerst gefüllten Parkplatz (eigentlich eine gruselige Vorstellung), beim Betreten des Klubs erfüllt sich die Gewissheit, warum sich die Dresdener Rock- und Party-Gemeinde sich hier wirklich Wohlfühlen kann.
Zahlreiches Publikum, sympathisch und offen, aber auch äußerst kritisch (in Dresden muss man erstmal überzeugen…), strömte dann vor Konzertbeginn, an einem Sturm-Schnee-Attack Montag herein.
Der Gig, wie immer von Gunter Rehling, dem Chef der TanteJu super vorbereitet – hinterlässt auch in meinen Augen Freude - wie schon in Magdeburg zuvor, wieder Zufriedenheit und Begeisterung in so vielen Gesichtern.

Halle, diese Stadt war einst meine große Liebe auf den ersten Blick – verbrachte ich dort im Jahr 1982 einige Wochen zu meiner Armeezeit… und anschließend als Fan des „Turms“ zahlreiche dufte Konzertabende. Damals noch von merkwürdigen Düften umrahmt (Buna-Schkopau) – glänzt nun Halle, von der Chemie befreit, von seiner schönsten Seite.
Leider war die Zeit zu knapp um diese Liebe aufzufrischen – aber mit dem sehr erstaunlichen Venue „Objekt5“, dass ich nun endlich das erste Mal erlebte, war der Frieden hergestellt. Ein Kultur-Highlight das seines Gleichen sucht, konzipiert in einer Ausführung grenzenloser Fantasie des gehobenen Geschmacks und unbegrenzter Möglichkeiten, schlichtweg umwerfend, sind die Eindrücke des Moments und der Erinnerung zugleich. Das Team –absolut fit und souverän – der Gig mustergültig vorbereitet und der Zuspruch vom Publikum an einem Dienstagabend wohl sehr zufrieden stellend. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass die brachiale Kraft dieser Band, dieses kleine Kunst-Theater und auch die äußerst kritische und bemerkenswerte Fan-Gemeinde auf eine harte Probe stellte. Letztlich aber, zählte die Klasse der Band und die Begeisterung des Publikums.
Den am nächsten Tag folgenden Besuch der Altstadt und des Weihnachtsmarktes rundeten die tollen Eindrücke ab. Im Übrigen habt Ihr Hallenser einen Klamottenladen, der im nächsten Jahr nicht nur TM Stevens absolut begeistern wird.
Zu finden, unweit des alten Marktes mit Namen „Libelle“ – einfach nur grandios für Frauen … und für Männer - die ihre Frauen glücklich machen wollen.

Die Blues Garage Hannover, längst einer der angesagten Blues-Klubs Deutschlands –mit liebevoller Hand eines ex- Zwickauers gestaltet, gehört zum dringenden Tourtermin jeder Band des Rock & Blues.
Weihnachtsmarkt – natürliche Weine … und was für welche …schon mal was von heißen Bratapfel Wein gehört? Der eigentlich als Kurzauftritt auf dem Weihnachtsmarkt Hannover geplante Besuch, verlängerte sich zu einem gemütlichen, anregenden und spannenden Ereignis. Dank der Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Verkäuferinnen am Weinstand der „Weinschänke zum guten Fass“ www.zum-guten-fass.de kosteten wir gierig und mit zunehmender Literzahl diese, mit liebender Hand geschaffen Natur-Produkte.
Also wenn überhaupt Werbung – dann hier! Ich kann Euch flüstern und meine kleine Weihnachtsgemeinschaft zu Hause wird dies uneingeschränkt bestätigen … dieser Bratapfel-Wein ist eine Ode an die Freude!!
Und so bekam dieser Hannoveraner Auftritt gleich von Beginn an einen guten Schliff und die reichhaltigen Vorbestellungen an Eintrittskarten sollten uns optimistisch stimmen. Noch ein Wort zum unglaublichen „Motel California“ – dort bekam ich eine Gratis-Führung von TM Stevens, der mir mit stolz sein Zimmer zeigte, mit allem, was sich ein Fan oder Musiker wünscht. Die Schlaf Utensilien liebevoll eingebettet in Gitarren, Keybords, Verstärker und Fotos. Alles funktionsbereit, versicherte man mir – hier hätte des Nachts nach dem Konzert, Bernie Worrell an der Orgel neben seinem Gemach, ein kleines Schlafzimmer-Konzert gegeben.
Kurzum, egal wo man sich in „Henrys Reich“ tummelt – überall grüßt die Liebe zur Musik und zum Detail! Das Konzert wieder ein unglaubliches Ereignis vor würdiger Kulisse – jeden Abend dieselbe Band, dass nach 5 Tagen und die Spannung bleibt und der Stolz wächst!
Mit dabei im Publikum ein Freund, mit dem ich vor rund 30 Jahren angeln war – eine Kinderfreundschaft, die nun in Hannover nach sehr langer Zeit seine Fortsetzung fand. Mario – ein Drittel der 3 Musketiere aus vergangener Zeit, beherbergte uns in seinem Heim und rundete den Hannoveraner Auftritt vollends ab.

Gotha war nun der letzte Abend, der mit mir und meiner Pia zu tun hatte. Uns so fanden wir den „Londoner“ mit Hilfe der Navigation im Schnee versteckt – ein Gebäude aus dem 17.JH, mit Geistern, Kellern, Gängen und allem was dazu gehörte.
Willi Woigk sei hier, von allen Veranstaltern, der von mir betreuten Gigs hervorgehoben! Nicht nur der Wohlsortierte Empfang mit „Hands“ in ausreichender Zahl, Brötchen und heißen Getränken war an ihm bemerkenswert. Dieser Willi brachte es fertig eine Pressearbeit abzuliefern, die in meiner Live-Musik Geschichte absolut seines Gleichen sucht. Der Bassist und Sänger einer der ersten DDR-Beatbands „The Polars“ – Freund und musikalischer Begleiter solcher DDR-Rock-Legenden wie Renft, Klosterbrüder, Gruppe Magdeburg, Horst-Krüger Band etc., weiß natürlich genauestens worauf es in seinem „Heimathafen“ Gotha ankommt und was man tun muss, um neben einen der schärfsten Konkurrenten an diesem Abend – Chappos Shortlist, die keine 16 km weit entfernt Live auftrat, zu bestehen.
Und er tat es mit Bravour. Der Gothaer Saal im Londoner füllte sich zunehmend und war an diesem Abend alles andere als eine „Fan - & Männer Gemeinde“. Ein bunt gemischtes Völkchen, jung und alt, attraktiv und frisch, erfahren und neugierig, man könnte denken in Amerika zu sein …, feierte diese Band, genoss jeden Ton und fiel sich nach dem Konzert begeistert in die Arme. So etwas heute, in einem völlig übersättigten Musikgewerbe noch erleben zu dürfen, war neben dem Erfolg, das wohl bedeutendste Ereignis der gesamten Tour. Ein Touch DDR-Nostalgie und Leidenschaft, ist hier im Schmuckkästchen Gotha erhalten geblieben und wird wohl auch die Bundesrepublik Deutschland überleben.
Lieber Willi Woigk ( www.eastsidepromotion.de ), habe Dank für Deine Gastfreundschaft, für Deine Leidenschaft und Dein Riesen-Großes Herz für die Musik. Du hast mir wieder bewiesen, dass neben dem Kalkulieren und Zählen von Euros und Cents, ein Konzert nur dann erfolgreich sein kann, wenn man mit seiner ganzen Persönlichkeit dahinter steht, selbst, wenn man nicht immer ein „Haben“ zu erwarten hat.
Wir kommen wieder, egal mit wem, diese Gothaer haben unser Herz erwärmt… und diese kleine hübsche Stadt in Thüringen sowieso!

Die Leistung der Band zu beschreiben würde heißen, die berühmten Eulen ins Griechische zu befördern. Uns, der Agentur war klar, was passieren würde, wenn man den jungen, mega-talentierten Eric Gales an die Seite solch erfahrener Musiker stellen würde. Die hier am Anfang aufgezeigten Kritiken sprechen für sich und müssen nicht weiter kommentiert werden. Jimi Hendrix´s Andenken ist mit dieser Tour entsprechend gewürdigt worden, das war unser Anliegen – das „Bildungs- und Erziehungsziel“ wurde übererfüllt!

Ein Dankeschön an TM Stevens und Keith LeBlanc ist hier mehr als angebracht!
Und Eric hat eine Menge gelernt und wird nun seinen erfolgreichen Weg gehen – endlich!!

Vielen Dank für Eure Geduld,
die besten Grüße und Wünsche für das neue Jahr, 2011.

Eddy & Pia Czesnick

PS.
Habe heute erfahren, dass ERIC GALES in den USA von der Fachzeitschrift „Guitarist – The Guitar Player´s Bible“ zum Best Blues Player 2010 gekürt worden ist.

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