Alben des Jahres 2017

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07.12.2017 | 11:07 » Moderation benachrichtigen
Die Musik wird und kann niemals über den Kopf funktionieren. Reine Herzenssache. Wen die Riffs nicht direkt dahin treffen, der fragt sich nach zwei Minuten, was das soll :bigsmile:.Crackerman, 07.12.2017 10:50 #

:thumbsup:
07.12.2017 | 11:46 » Moderation benachrichtigen
Ist die Inter Alia so viel besser? Du kennst die EP ja ebenfalls.Go Ahead Eagle, 07.12.2017 10:29 #


Ja, ist sie. Die EP und ich werden bisher auch noch nicht so ganz warm miteinander.
07.12.2017 | 11:47 » Moderation benachrichtigen
05
Wear Your Wounds – WYW
Ich sag's ganz offen: Ohne den Mann, der bei dieser „Band“ die Fäden zieht, würde ich die Musik vermutlich nicht mal annähernd so toll finden. Aber weil's halt Jake Bannon ist, habe ich mich mehr und länger damit auseinandergesetzt, als ich es bei anderen Akteuren getan hätte und so bin ich dann auch reingekommen in diese äußerst atmosphärische Angelegenheit. Das ist die Art Post-Rock, die ich nun wirklich nicht immer hören kann, dafür passiert für meinen Geschmack oft zu wenig. Aber wenn ich Bock drauf habe, mein Hirn gerade im relativen Ruhemodus und richtig aufnahmefähig ist, dann liebe ich dieses Album. Einen Teil meiner Begeisterung macht sicher auch das fantastische Konzert in Hannover aus, das zu meinen beeindruckendsten Live-Erlebnissen des Jahres gehört.

06
All Pigs Must Die – Hostage Animal
Ich habe APMD schon immer gerne gehört, aber meistens war mir ein ganzes Album am Stück zu viel – zu stumpf, zu gleichförmig, zumindest beim Genuss von mehr als einer LP-Seite auf einmal. Das ist mit diesem Album vorbei. Die Musik springt dir von Sekunde eins an nicht mit dem nackten Arsch ins Gesicht, das wäre zu harmlos und nicht schmerzhaft genug. Sie zieht sich vorher noch eine rostige Ritterrüstung an und haut anschließend mit der dazugehörigen Hellebarde alles klein, was bei der ersten Blitzattacke noch nicht komplett umgeholzt wurde. So weit, so bekannt. Jetzt gibt’s aber plötzlich Abwechslung! Es tut nicht immer gleich weh, Kevin Baker beim asozialen Rumbrüllen, Ben Koller beim gnadenlosen Drumdreschen und den anderen Kaputten an ihren Gitarren zuzuhören. Die Band schlägt so viele Haken wie nie zuvor, nimmt auch mal zwei Gänge raus und lässt so was Ähnliches wie Melodien zu. Aber machen wir uns nix vor: Das ist unterm Strich trotzdem noch mit die erfrischendste und umwerfendste Brutalität, die man auf Platte bannen kann.
07.12.2017 | 12:54 » Moderation benachrichtigen
Ich komme niemals auf 10 Alben, wie immer halt, aber ein paar Favoriten habe ich natürlich auch. Und weil ich eure Zusammenfassungen so gern lese schreib ich hier doch was dazu, ohne Reihenfolge.

Crusades - This is a sickness and sickness will end
Es kribbelt im Bauch...es juckt in den Füßen...der Nacken bewegt sich...die Augen schließen sich und die Ohren genießen einfach jeden Ton. Ist Luni verliebt? Ach, nur die Crusades Platte! Das ist nur der erste Song und mein ganzer Körper feiert Geburtstag!

Wenn mich eine Band, die ich nicht kenne, schon mit dem Eröffnungsriff des Openers, also nach 3 Sekunden, schon im Sack hat, dann ist das schon was sehr besonderes. Ich kannte sie vorher nicht, weiß aber, dass sie anderen zu weichgespült im Gegensatz zu den (wie ich inzwischen weiß) ebenfalls formidablen Vorgängern sind. Meine absolute Lieblingsplatte dieses Jahr, die selbst Iron Chic oder Fjort in die Tasche gesteckt hat, und die ich auch in vielen Jahren noch feiern werde! Es passiert mir selten, aber manchmal schlägt eine Band oder eine Platte ein wie eine Bombe und das hier war Liebe auf den ersten Blick. Also doch irgendwie verliebt! Platte des Jahres. So einfach is das.

Fjort - Couleur
Ach das hab ich bei Fjort auch gesagt, my bad. Naja sie kam zu spät um an die Crusades ranzukommen und der Effekt war nicht so extrem. Dennoch war ich positiv überrascht. Kontakt hat mir ein bisschen Angst gemacht, in welche Richtung das ganze jetzt gehen sollte, aber Couleur ballert sich erbarmungslos in mein Herz. Es fehlt ein offensichtlicher Hit wie Valhalla oder ein Übersong wie Schnaiserkitt oder Paroli, dafür ist auch kein Aussetzer dabei. Fjort sind stinksauer und das steht ihnen verdammt gut. Der Popularitätsanstieg macht mir ein bisschen Sorgen, aber wenn die Leute auf die Texte hören soll es mir recht sein. Es ist ja auch folgerichtig, wenn man solche Platten aufnimmt.

Direct Hit/Pears - Human Movement
12 Lieder, 25 Minuten, reicht. 6 von jeder Band, darunter Cover der anderen. Punk in seinen verschiedensten Facetten, von garstig und wildgeworden bis zum catchy Pop-Punk, wie die beiden Bands es halt zelebrieren, und dabei immer ein Augenzwinkern und ein Seitenhieb, mal freundschaftlich in die Seite, mal freundschaftlich aufs Maul.
07.12.2017 | 13:03 » Moderation benachrichtigen
Ich wünschte, ich hätte nur halb so viel übrig für die Crusades wie du, Luna. Aber schön, dass sie bei dir voll eingeschlagen hat.
07.12.2017 | 13:03 » Moderation benachrichtigen
03
Iron Chic – You Can't Stay Here
Nachdem unsere Beziehungsniveau mit dem Vorgängeralbum ein kleines bisschen abgerutscht war auf „ziemlich beste Freunde“, ist es jetzt wieder „ganz große Liebe“ zwischen Iron Chic und mir. Es sind wieder reihenweise und nicht nur vereinzelt großartige Hits vorhanden und mindestens jede zweite Textzeile packt mich am Herz, im Hirn oder tritt mir in den Hintern. „We're here on Earth // And we make it work // It burns like hell // But we'll never tell“ aus „Planes, Chest Pains, and Automobiles“ und „Then we're met with silence // Like a bomb, it's a calm kind of violence // And I have my doubts // That we'll make it out of life alive“ aus dem größten Herzensbrecher „Golgothat“ sind nur zwei Beispiele. So nackt gelesen wirken die Texte vielleicht manchmal etwas kitschig, aber entsprechend vorgetragen und von einem Refrain flankiert, bei dem jeder die Faust hochreißen und mit der ganzen Kraft des Vollbarts mitbrüllen muss, dann ist das einfach toll.

04
Elstad – Hamnstad, Hemstad
Eine Platte, die sich durch besonders viele viele gelungene Richtungswechsel und Gefühlslagen auszeichnet. Songs für Poppunk-Rotzlöffel und Posthardcore-Triefnasen finden sich hier nur einen Köttbullar-Wurf voneinander entfernt. Die Vertreter der zweiten Kategorie sind zwar klar in der Überzahl, aber das ändert nichts an der grundsätzlichen Möglichkeit, die Band problemlos sowohl mit Iron Chic als auch mit The Tidal Sleep auf Konzertreise schicken zu können. Wie auch immer die Stücke klingen, sie sind alle mitreißend und dabei stören auch die schwedischen Texte, von denen ich genau ein Wort verstehe – „Videoband“ nämlich – kein Stück. Die Platte ist kaum irgendwo auf dem Radar aufgetaucht, es gibt auch quasi keine Rezensionen in den Weiten des Internets, aber dank der vorbildlichen Arbeit der beiden Labels Through Love Records und Miss The Stars Records bin ich doch drauf gestoßen. Ein Glück.
07.12.2017 | 13:05 » Moderation benachrichtigen
Ich wünschte, ich hätte nur halb so viel übrig für die Crusades wie du, Luna. Aber schön, dass sie bei dir voll eingeschlagen hat.OneFingerSalute, 07.12.2017 13:03 #

Und ich wünschte, die Iron Chic hätte bei mir so eingeschlagen. Das macht aber nichts, denn wir sind eh schon im BFF-Modus und da müsste richtig was passieren, dass sich das ändert.
07.12.2017 | 13:31 » Moderation benachrichtigen
Bittebittebitte lass den Ofsi jetzt noch die Clowns auf Platz 2 haben :smile:
Coole Liste Ofsi, da sind immer Überraschungen dabei!
07.12.2017 | 13:51 » Moderation benachrichtigen
Bittebittebitte lass den Ofsi jetzt noch die Clowns auf Platz 2 haben :smile:
Coole Liste Ofsi, da sind immer Überraschungen dabei!schmirglie, 07.12.2017 13:31 #


ich würde ja eher auf fjort und converge wetten...
07.12.2017 | 13:57 » Moderation benachrichtigen
Ach, die Fjort fehlt noch... das hatte ich übersehen.
07.12.2017 | 13:57 » Moderation benachrichtigen
01
Converge – The Dusk In Us
Geht nicht anders, muss hier auf diesem Platz stehen. Und damit auch genug gesagt, will euch nicht mit noch mehr Worten zu dieser Band und ihrer Musik langweilen, als ich eh schon ins Forum getippt habe. Eventuell hätte es einen anderen Spitzenreiter geben können, wenn Portrayal of Guilt mit einem ganzen Album aus ihrem dreckigen Höllenloch gekrochen wären …

02
Portrayal Of Guilt – Self-Titled
… aber bei den Jungs ist es bei einer erste EP geblieben, die „nur“ drei Songs stark ist. Die haben mich aber umgeblasen wie sonst nix in diesem Jahr, dieses aktuell ziemlich einzigartige und schwer atmosphärische Black-Screamo-Violence-Gekloppe ist einfach die Macht. Außerdem: Wenn der Sänger besonders im zweiten Lied „The One“ anfängt, sich zu artikulieren, bleibt selbst Jake Bannon kurz stumm und nickt anerkennend rüber zu den Jungspunden. Die LP hätte ich dann gerne im neuen Jahr, danke. Wer übrigens der Meinung ist, dieses Format hätte in so einer Liste nichts zu suchen, dem sage ich: Hört einfach mehr Potrayal Of Guilt. Punkt.
07.12.2017 | 13:59 » Moderation benachrichtigen
Fjørt finde ich ziemlich gut, die ist aber noch zu jung für richtige Langzeitwirkung. Wäre die Liste zwei, drei Plätze länger, wäre sie aber sicher dabei. Das gilt auch für die Clowns.
07.12.2017 | 14:00 » Moderation benachrichtigen
Und er hat uns wieder geschockt. Die Portrayal Of Guilt höre ich bald mal. Geht ja scheinbar schnell.
07.12.2017 | 15:56 » Moderation benachrichtigen
Besten Dank, Ofsi, für den gestern schon kurzzeitig getätigten Bison-Hinweis - die läuft hier nachher noch.
Je mehr ich jedenfalls drüber nachdenke, desto mehr sehe ich Converge ("sogar") auch bei mir auf der Eins.
08.12.2017 | 14:35 » Moderation benachrichtigen
Schöne Texte hier, dann will ich mich auch nicht lumpen lassen. Zumal ich gerade eine Top 15 für laut.de zusammengefummelt habe. Die letzten fünf sparen wir uns dann hier und steigen mit Platz zehn ein.

10. Pyogenesis - A Kingdom To Disappear
Habe ich übers Jahr doch viel gehört, nachdem ich bei der Rezension das Album zwar auch schon gut fand, aber noch etwas verhaltener war. Aber diese Melodien! Wo nimmt der Flo die bloß immer her? Locker die Hälfte der Songs habe ich tagelang im Kopf, wenn ich nur einen kurzen Blick auf die Trackliste werfe. Generell ist diese Art von Musik meine Herzheimat: melodisch, etwas härter, Klargesang (meistens). Bei Pyogenesis freu ich mich wirklich, dass sie sich wiedervereinigt haben, haben schon zwei schöne Alben seitdem gemacht.

09. Then Comes Silence - Blood
Was diese Schweden hier treiben, ist normalerweise nicht unbedingt meine Baustelle: Postpunk trifft Gothic Rock. Das aber so dermaßen zwingend, was Energie und Melodien angeht, dass ich nicht anders konnte, als angetan zu sein. "The Dead Cry For No One", was für ein herrlicher Songtitel ist das bitteschön? Bei den älteren Sachen der Band weiß ich noch nicht so recht, der Wechsel zu Nuclear Blast hat auch eine etwas größere Eingängigkeit mit sich gebracht. Ich wollte eigentlich zum Konzert in Bochum, das wurde dann aber kurzfristig abgesagt. Schade. Na, vielleicht bei der nächsten Tour dann.
08.12.2017 | 17:40 » Moderation benachrichtigen
Schöne Reviews hier.:cheers:

Ofsi überrascht mich ein wenig mit seiner Wahl, da hätte ich mehr Szene erwartet. Aber was einen anspricht soll hier rein.
Olsen bin ich noch gespannt was da kommt, Pyogenesis hatte ich schon gedacht.

Meine Reviews kommen, werden wohl etwas mehr. Hab ja so einige Genres abzudecken und einen hohen quantitativen Durchlauf (auch wenn man das hier im Forum nicht so mitbekommt, da ich im Rahmen von Wohnungsumzug/-renovierung kaum zum Posten gekommen bin).
08.12.2017 | 17:50 » Moderation benachrichtigen
Ach...ist denn das Soffa wenigstens gut in der Spülküche angekommen und fühlt sich wohl unterm Gülleausfluss?
08.12.2017 | 17:52 » Moderation benachrichtigen
Soffa still in se Lager. Wird wohl nur über's Fenster gehen. Kacke.
08.12.2017 | 22:48 » Moderation benachrichtigen
Meine Reviews kommen, werden wohl etwas mehr.Powder To The People, 08.12.2017 17:40 #

The more the merrier!
09.12.2017 | 04:55 » Moderation benachrichtigen
10. Pyogenesis - A Kingdom To Disappear
Habe ich übers Jahr doch viel gehört, nachdem ich bei der Rezension das Album zwar auch schon gut fand, aber noch etwas verhaltener war. Aber diese Melodien! Wo nimmt der Flo die bloß immer her? Locker die Hälfte der Songs habe ich tagelang im Kopf, wenn ich nur einen kurzen Blick auf die Trackliste werfe. Generell ist diese Art von Musik meine Herzheimat: melodisch, etwas härter, Klargesang (meistens). Bei Pyogenesis freu ich mich wirklich, dass sie sich wiedervereinigt haben, haben schon zwei schöne Alben seitdem gemacht.

sehr spaßige Angelegenheit

Eigentlich wäre das eine tolle Band für eine Art alternatives Karneval mit etwas anderer Klientel, bei den man "I have seen my Soul..." anstatt des Üblichen anstimmen könnte.


Sind ich und Peter die einzigen hier die mit St. Vincent was anfangen können?

Was meine Liste angeht war 2017 bei mir nicht besonders produktiv was Auseinandersetzung mit Musik angeht. Es gibt so einiges was ich mir noch nicht angehört oder viel zu wenig gehört habe.

Was das Album des Jahres angeht läuft es auf Converge - The Dusk In Us hinaus. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass ich noch etwas zu hören bekomme bzw. nachhole was das toppt. Aber wer weiß...

Zuletzt geändert von Nathanael_x 09.12.2017 09:43

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