Alben des Jahres 2016

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11.01.2017 | 21:44 » Moderation benachrichtigen
Ich packe das mal in die "gazer-core-schublade"! :wink:

Manifestos verursacht gerade heftigste gänsehaut!
11.01.2017 | 22:30 » Moderation benachrichtigen
Oder dieser schwedische kracher:


Terra Tenebrosa - The Reverses

Komplett unterbewertet!
11.01.2017 | 22:55 » Moderation benachrichtigen
Sind das nun Alben, die tatsächlich in der engeren Auswahl waren, oder einfach nur alle anderen? Finde das nämlich immer erstaunlich, wie viel Musik manche augenscheinlich zu hören imstande sind.Baron von Quakenbrück, 11.01.2017 17:38 #

Ja, die waren alle in der engeren Auswahl. Leider konnte ich in die Scheiben nur noch kurz reinhören, was vielleicht die ein oder andere Perle nicht richtig zum glänzen gebracht hat...der_acki, 11.01.2017 21:09 #

Krass. Ich höre zwar auch in so manches rein, aber am Ende bleiben halt doch nur um die 20 Alben hängen. Und das auch nur wenn es ein gutes Jahr war, so wie 2016. Wobei selbst dann noch nicht alle für mich Top 10 würdig sind. War früher auch anders, aber mit der Zeit merkt man, dass man vielleicht manches nur des Hypes wegen abgefeiert hat. Ich persönlich bin da doch "vorsichtiger" geworden.
12.01.2017 | 03:21 » Moderation benachrichtigen
und noch die plätze 1 - 3 in alphabetischer auflistung:

David Bowie - Blackstar
***
Old Gray - Slow Burn
***
Violent Mae - Kidder_acki, 11.01.2017 15:43 #

:thumbsup:

---

Und zur Massenfrage: Pendeln eröffnet Möglichkeiten und so war 2016 ein pickepackevolles Jahr gewesen, aus dem sich gut Rosinen picken ließen.
14.01.2017 | 04:09 » Moderation benachrichtigen
Newmoon - Space
Die Belgier liefern hier auf ihrem Debütalbum einen eingängigen & sphärischen Song nach dem anderen. Dabei sind die Themata innerhalb der Songs durchaus repetitiv, aber im Verlauf des Albums doch abwechslungsreich genug, um die Schoße niemals langweilig werden zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass der Erstling nicht schon den Höhepunkt ihres Schaffens darstellt.
Helium/Head Of Stone

John K. Samson - Winter Wheat
Schlicht und ergreifend wundervolle Musik. Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von sehr ruhiger Musik, die in Richtung Singer/Songwriter geht. Ausnahmen bestätigen die Regel. Zwei der größten sind Rocky Votolato und eben Herr Samson, die beide vorher schon in kompletter Bandmontur glänzen konnten. Vielleicht macht das in meinen Ohren den enscheidenden Unterschied, ich weiß es nicht. Fakt ist, dass Winter Wheat ein in Gänze überzeugendes Werk ist, das mich in eine fast schon kaminfeurige Wohlfühlatmosphäre versetzt.
Winter Wheat/Capital

Thrice - To Be Everywhere Is To Be Nowhere
Nach der Ankündigung, dass es ein neues Thrice-Album geben würde, war ich auf Wolke sieben, was dazu führte, dass ich nach Erscheinen erstmal ziemlich enttäuscht war. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich meine völlig überzogenen Ansprüche heruntergeschraubt hatte und das Album nochmal halbwegs neutral angehen konnte.
Und siehe da, es kam ein sehr schönes Alt Rock-Album zum Vorschein, das mit Kensrue einen großartigen Sänger zu bieten hatte. Ein Pfund, mit dem wenige Bands wuchern können.
Und wenn "enttäuschender" Alt Rock so klingt, wie bei Black Honey, dann wünsche ich mir davon noch eine ganze Wagenladung.
Ich hab mich damit abgefunden, dass es ein weiteres Vheissu nicht mehr geben wird. Alles was jetzt noch von Thrice kommt sehe ich als Zugabe, aus dem ich mir das Filetstücke rausziehe. Auf dem neuen Album gibt es dann doch das ein oder andere.
Black Honey/Death From Above

Viva Belgrado - Ulises
Screamo vom Feinsten. Was die Spanier hier abziehen ist eine einzige Wonne. Atmosphärische, post-rockige Musik, gemischt mit Vocals, die stellenweise an Bettkantengeschichten erinnern. Aber das ist alles nur Tarnung, denn hier brodelt es gewaltig und der nächste Schrei lauert um die Ecke. Besonders hervorheben würde ich Annapurnas. Ein Song, der durch seinen drängenden Vortrag einen spektakulären Ausbruch erahnen lässt, der in der Form aber nie kommt. Nur im eigenen Kopf.
Pleiades-Pasaportes/Annapurnas

Tiny Moving Parts - Celebrate
Es ist einfach unheimlich geil, wenn eine Band das macht, was man sich sehnlichst von ihr erhofft.
Tiny Moving Parts mochte ich schon immer, aber in meinen Augen hatten sie noch viel mehr Potential, als sie in ihren Songs schlussendlich aufs Band brachten. Less twinkle, more heart!
Und siehe da, genau das liefern sie auf ihrem neusten Album. Twinkle ist immer noch genügend vorhanden, um einen Christbaum zu dekorieren. Große Melodien in Hülle und Fülle, um bei Top of the Pops zu bestehen (in einer besseren Welt) und spannende Songstrukturen, die einem das Ganze nicht langweilig werden lassen.
Der entscheidende Unterschied: Die ganze Angelegenheit (vor allem der Gesang) hat diesmal einen ganz anderen Zug als auf den Vorgängern und geht dermaßen ins Ohr, dass man nicht mehr davon loskommt. Common Cold ist da für mich das beste Beispiel.
Common Cold/Headache

Jeff Rosenstock - Worry
Ein Mann der es seit Jahren fertig bringt, absolute Hymnen zu schreiben. Da lacht das (Pop)Punkherz. Auf dem neusten Album hat er sich aber stilistisch ein wenig breiter aufgestellt (vielleicht fällt es mir auch zum ersten Mal auf). Staring Out The Window At Your Old Apartment hat einen heftigen 70s-Vibe, Blast Damage Days eine spacige Note, Bang on the Door bringt in seinen 63 Sekunden rotzig alles auf den Punkt, fließt ins Ska-lastige Rainbow über, um dann nahtlos in 29 Sekunden auf dem Planet Luxury zu münden. Eine musikalische Reise, die (wie immer) extrem viel Spaß macht. Wo Rosenstock drauf steht, ist Qualität drin.
Jeff, you're a fuckin' beauty! :smile:
Festival Song/Wave Goodnight To Me

Touché Amoré - Stage Four
So groß, wie ich es erhofft & erwartet habe.
Die Produktion gefällt mir wirklich sehr gut und flickt in den entscheidenen Momenten die musikalischen Lücken zwischen gut und überragend. Wobei diese Lücken nur selten auftreten, denn über weite Strecken ist das Album auch musikalisch einfach wundervoll.
Was Herr Bolm lyrisch abzieht ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Die Thematik ist natürlich Geschmackssache. Wenn man sich darauf einlassen kann, wird man allerdings reichlich belohnt.
Und wie bei jedem Album von TA stelle ich mit einem Lächeln fest, wie sehr mich ein so schlechter Sänger in seinen Bann ziehen kann.
Palm Dreams/Rapture

Trash Boat - Nothing I Write You...
Die The Wonder Years des vergangenen Jahres für mich. Kamen für mich persönlich auch ziemlich aus dem Nichts und sind TWY stilistisch ja nicht völlig unähnlich. Es hilft natürlich auch nicht dabei, den Vergleich zu vertreiben, wenn Dan Campbell von TWY direkt beim ersten Song gesangstechnisch aushilft. Leichte Schwächen bei Track 6 und 7, ansonsten ein sehr eingängiges, pop-punkiges Album mit Hardcoreanleihen und ganz großen Ohrwürmern.
Strangers/The Guise Of A Mother

Trophy Eyes - Chemical Miracle
Als ich Chlorine das erste Mal hörte, ohne wirklich auf den Text zu achten, dachte ich noch: "Mei, das ist doch mal ein schöner Sommerhit!". Als ich dann bei genauerem Hinhören Textzeilen wie "I heard they cut you down in your own bedroom" wahrnahm, ersetzte ich "schöner Sommerhit" doch lieber durch "toller Song".
Aber das ist die Stärke von Chemical Miracle, hier reiht sich ein toller Song an den anderen. Viele davon sind richtige Punk(Rock)-Hymnen mit diversen stilistischen Einsprengseln (Rain on me!?), die durch die variable Reibeisenstimme von Floreani erst so richtig zur Geltung kommen. Wohl kein anderer Sänger hat mich dieses Jahr so sehr dazu verleitet inbrünstig mitzusingen, wie John Floreani. Bei Heaven Sent gibt's dann kein Halten mehr. Mein Song des Jahres!
Heaven Sent/Chlorine

Captain Planet - Ein Ende
Ich habe oft angesetzt, um die richtigen Worte zu finden, aber das ist unmöglich. Captain Planet waren in einer trostlosen Zeit ein Anker für mich. Eine Erinnerung daran, dass ich noch ein Mensch bin. Klingt pathetisch, ist aber so. (R.I.P. Peter Lustig)
Von daher bin ich voreingenommen. Aber es gibt einfach keine andere Band, die sich so natürlich anfühlt. Wenn ich dieses Album anhöre, scheint es so, als würde ich es schon seit Jahren kennen. Als wäre es mir schon lange in Fleisch und Blut übergegangen, ohne dass ich es überhaupt bemerkt habe.
Sommerdom ist für mich der perfekte Song, um das Captain Planet-Gefühl zu verkörpern. Umso schwerer zu verstehen, dass dieser geile Song nicht in der regulären Albumfassung enthalten ist.
Vom Ende an/Irgendwie (Da es von Sommerdom keinerlei frei zugänglichen & verlinkbaren Stream gibt)

So, besser wird's nicht. Manchen ist das Review-Gen gegeben, mir nicht. Das muss für heute reichen!
14.01.2017 | 09:50 » Moderation benachrichtigen
Den vorletzten Satz hättest du dir mal schön sparen können.
14.01.2017 | 11:02 » Moderation benachrichtigen
Echt, so ein Unfug. Diese Kleinmacherei hier im Forum muss aufhören. Make yourself great again :klugscheiss:


kaminfeurige WohlfühlatmosphäreLarryRansomInferno, 14.01.2017 04:09 #


Äußerst treffend!


Sommerdom ist für mich der perfekte Song, um das Captain Planet-Gefühl zu verkörpern. Umso schwerer zu verstehen, dass dieser geile Song nicht in der regulären Albumfassung enthalten ist.LarryRansomInferno, 14.01.2017 04:09 #


Wollte ich letztens schon im Bonus-Track-Thread bringen, aber wie du schon schriebst: nirgends im Netz zu finden.

Zuletzt geändert von OneFingerSalute 14.01.2017 11:06

14.01.2017 | 11:09 » Moderation benachrichtigen
das ist aber nachvollziehbar nicht immer einfach. hier sind eben viele leute anwesend, die wirklich gut sind mit wort, witz und/oder bild. oder anderem.
14.01.2017 | 11:15 » Moderation benachrichtigen
Aber wenn man gerade so abgeliefert hat wie Larry in diesem Fall, dann kann die Bemerkung mal schön dahin, wo keine Sonne scheint. Und überhaupt: Ich für meinen Teil kann ruhigen Gewissens sagen, dass ich so gut wie alles gerne lese, was Leute hier reinhauen. Wenn es stilistisch nicht allererste Sahne ist, dann kommt doch fast immer die Leidenschaft durch und das ist bei den Themen, die wir hier vorrangig behandeln - in erster Linie natürlich Musik - doch wichtiger als ein möglichst einwandfreier Satzbau.
14.01.2017 | 11:44 » Moderation benachrichtigen
Larry kann wirklich in wenigen Sätzen sehr treffend machen, was er sagen will. Lese seine Sachen hier sehr gerne.
14.01.2017 | 11:45 » Moderation benachrichtigen
Und beim Fishing for compliments ist er auch äußerst erfolgreich. Multitalent :tongue:
14.01.2017 | 11:58 » Moderation benachrichtigen
Stimmt, da sind die meisten hier deutlich plumper unterwegs.
15.01.2017 | 10:25 » Moderation benachrichtigen
Hier noch meine Liste als Nachtrag:


1. 40 Watt Sun – Wider Than The Sky
2. Jesu / Sun Kil Moon – Jesu / Sun Kil Moon
3. Nothing – Tired Of Tomorrow
4. Crack Ignaz/Wandl - Geld Leben
5. Narrow Head – Satisfaction

Seven Sisters Of Sleep – Ezekiel's Hags
Deftones – Gore
Veldt – The Shocking Fuzz Of Your Electric Fur - The Drake Equation
Dälek – Asphalt For Eden
ColdWorld – Autumn
Numenorean – Home
True Widow – Avvolgere
Charles Bradley – Changes
Miserable – Uncontrollable
Beach Slang – A Loud Bash Of Teenage Feelings
Kindling – Everywhere Else
Emma Ruth Rundle – Marked For Death
FVNERALS – Wounds
Hope Sandoval And The Warm Inventions – Until The Hunter
Newmoon – Space
A Tribe Called Quest – We Got It From Here... Thank You 4 Your Service
15.01.2017 | 11:17 » Moderation benachrichtigen
Gute Liste. Ich verstehe auch nicht, warum die Jesu/ SKM split überall so gar nicht berücksichtigt worde.
15.01.2017 | 14:14 » Moderation benachrichtigen
Gute Liste. Ich verstehe auch nicht, warum die Jesu/ SKM split überall so gar nicht berücksichtigt worde.EdMatus, 15.01.2017 11:17 #

Naja, der Rolling Stone hat sie zumindest in seiner Jahresliste auf Platz 24 berücksichtigt.
15.01.2017 | 14:59 » Moderation benachrichtigen
Der Kozelek langerweilert mich einfach nur gnadenlos zu Tode.

Wegen Jesu wär das Teil natürlich interessant, aber bei denen müsst ich mich erstmal über die ganze Diskografie informieren. Sprich, ich hab sehr wenig von denen, und dann müsste es ja nicht unbedingt so eine Split sein.
15.01.2017 | 15:03 » Moderation benachrichtigen
Und beim Fishing for compliments ist er auch äußerst erfolgreich. Multitalent :tongue:OneFingerSalute, 14.01.2017 11:45 #

:bigsmile:

Aber um meine Ehre ein wenig zu retten: Das war kein fischen nach Komplimenten. Mir fallen solche Beprechungen einfach ziemlich schwer. Das Schreiben ist immer ein arger Krampf und unterscheidet sich stark von meinem sonstigen Geschreibsel, das mir gewöhnlich recht leicht von der Hand geht (kein Wunder bei so viel Dampfplauderei). Hinzu kommt noch meine musiktheoretische Ahnungslosigkeit.
Dementsprechend bin ich dann mit dem Endergebnis nie wirklich zufrieden. Aber wenn ihr das seid, will ich nichts gesagt haben und werde es auch nicht mehr tun. :cheers:
15.01.2017 | 18:34 » Moderation benachrichtigen
Oder dieser schwedische kracher:


Terra Tenebrosa - The Reverses

Komplett unterbewertet!der_acki, 11.01.2017 22:30 #


Das aktuelle Album von denen habe ich mir noch nicht angehört. Die davor wollten bei mir nicht richtig zünden. Es gab andere (grob) ähnliche Bands die mir mehr zugesprochen haben.
15.01.2017 | 21:55 » Moderation benachrichtigen
Oder dieser schwedische kracher:
Terra Tenebrosa - The Reverses
Komplett unterbewertet!der_acki, 11.01.2017 22:30 #

Das aktuelle Album von denen habe ich mir noch nicht angehört. Die davor wollten bei mir nicht richtig zünden. Es gab andere (grob) ähnliche Bands die mir mehr zugesprochen haben.Nathanael_x, 15.01.2017 18:34 #

dann wird es aber Zeit! ein bisschen aggro-Stimmung vorm hören schadet nicht, wenn einem der leibhaftige die Ohren beschallt! Und ich bin davon überzeugt: da singt der leibhaftige persönlich :thumbsup:
Jedenfalls wächst das ding mit jedem hören!
18.01.2017 | 20:02 » Moderation benachrichtigen
Wurde aufgehalten, aber ich mag unabgeschlossene Dinge nicht. Also Top 20 Hip Hop:

20. Chance The Rapper - Coloring Book
Erste Frage: Wie kann man nur so talentiert rappen? Zweite Frage: Wie bringt man ein Mixtape für lau mit einer Gästeliste von Kanye West bis Justin Bieber raus, deren Features wohl im Schnitt den Wert deutscher Oberklasse-PKW’s haben? Dritte Frage: Wieviel Liebe kann man dem Soul als Hip Hopper noch entgegenbringen? Vierte und letzte Frage: Warum nur Platz 20? Auf die letzte Frage habe ich die Antwort, dass mir das musikalisch ein bisschen zu viel in allen möglichen Gewässern fischt und ich Chance gern mehr selbst abliefern gehört hätte. Ändert aber nichts daran, dass der Typ einfach wahnsinnig talentiert ist.
Need to listen: Mixtape (Feat. Young Thug & Lil Yachty) / All Night (Feat. Knox Fortune)

19. Death Grips - Bottomless Pit
Vielleicht sind Death Grips tatsächlich das genredifferente Äquivalent zu Aphex Twin. Wie man so viel Freude an nonkonformem Krach im Hip Hop Kontext haben kann, bleibt dem tighten Durchschnittshopper wohl verschlossen. Der Opener „Giving Bad People Good Ideas“ ist im Prinzip sowas wie Punk-Black Metal und das darauf folgende „Hot Head“ will die ersten anderthalben Minuten derart penetrant nerven, dass die Meisten da wohl eh schon schreiend auf Stop gedrückt haben. Danach fangen sich die Jungs und bringen durchaus auch straightere Tracks, die sehr gut zum Bouncen taugen. Experimente mit Subbass und Noise bleiben logischerweise stets auf der Speisekarte und die Songlängen diskret. Läuft mir erschreckend gut rein. Geisteszustand intakt? Je einen gehabt?
Need to listen: Eh / Bubbles Buried In This Jungle

18. Common - Black America Again
Seit den frühen 90ern rappt der Typ sich kontinuierlich nach vorn und bleibt da. Die letzten beiden Alben waren wieder erstklassig und auch hier kann man nicht meckern. Insgesamt versucht er mehr an den Weltmusik/African Soul-Vibe von „Like Water For Chocolate“ anzuknüpfen, was ich sehr willkommen heisse. Allerdings probiert er das ein bisschen zu sehr, weshalb die zweite Hälfte für meinen Geschmack zu handzahm geraten ist. Ansonsten bleibt aber hochwertiger Rap mit wichtiger politischer Aussage!
Need to listen: Black America Again (Feat. Stevie Wonder) / Pyramids

17. Flatbush Zombies - 3001: A Laced Odyssey
Erstes reguläres Album der Flatbushs. Erwartbar geiler Boom-Bap mit einer Aura als würden Heltah Skeltah und Onyx in einem zugekifften Hinterzimmer konstant neue Coups planen. Zwischendrin wird es mal gechillt, wenn sich bei „Fly Away“ nicht Spliffs reihenweise selbst entzünden, weiss ich auch nicht. Textlich und raptechnisch cool abgehangener, äusserst clever konzipierter Hip Hop, der sich einen Dreck um aktuelle Trends schärt.
Need to listen: R.I.P.C.D. / Good Grief (Feat. Diamante)

16. Domo Genesis - Genesis
Ex-OFWGKTA Mitglied die Erste. Überraschend konservativ ausgefallen. Aber was sonst nicht so auffiel: Domo ist ein starker Rapper mit gutem musikalischen Gespür, integriert Soul und R&B völlig selbstverständlich und funktionierend ins Geschehen. Das lässt einem irgendwie immer mitwippen und gern auch mal spontan dancen. Sehr gut!
Need to listen: Go (Gas) (Feat. Wiz Khalifa, Juicy J & Tyler, The Creator) / Dapper (Feat. Anderson .Paak)

15. Royce Da 5’9“ - Layers
Der Opener „Tabernacle“ lässt einem direkt erstmal die Klappe offen stehen. Fuck, ist der Kerl gut! Erzählt seine Vergangenheit mal eben in 5 Minuten runter wie ein Wasserfall. Als Eminem Kumpel from the start ist der Typ nun auch nicht erst seit gestern im Biz und das hört man jede Sekunde. Kann der labern! Junge! Manchmal gibt es ein paar underwhelming Beatchoices, aber das ist gar nicht mal so schlimm, weil man dem einfach zuhören muss. So kann’s weiter gehen.
Need to listen: Tabernacle / Startercoat

14. Vince Staples - Prima Donna
Ex-OFWGKTA Mitglied die Zweite. Zusammen mit Earl der Talentierteste der Runde. Weniger depressiv, aber nerdig genug um mal eben eine EP weit vorn mitspielen zu lassen und in „War Ready“ ausgiebig Outkast zu samplen. Wie immer weiss man mit der ein oder anderen Beatwahl nicht sofort was anzufangen, nur kann Vince so gut spitten, dass man auch einfach paar alte Festplatten im Hintergrund rattern lassen kann - kickt immer noch! Die letzten beiden Tracks gehören mit zum Besten, was dieses Jahr durch den Hip Hop Äther geisterte.
Need to listen: Pimp Hand / Big Time

13. De La Soul - And The Anonymous Nobody
Beim Woas ganz weit vorn, bei mir im Prinzip auch, nur bin ich halt bei West Coast Beats etwas verhaltener. DLS Alben haben für mich immer ein paar herausragende Songs und einiges, bei dem ich jetzt nicht so hart bounce. Ist letztendlich egal, denn der anonyme Niemand macht mir insgesamt sehr viel Spass. Wieder viel Soul am Start, erstaunlich viel Rockeinflüsse und mit „Here In After“ einen der Alternative-Hip Hop Songs des Jahres. Was willste mehr?
Need to listen: Here In After (Feat. Damon Albarn) / Memory Of… (US) (Feat. Estelle & Pete Rock)

12. Kendrick Lamar - Untitled Unmastered
Wann merkt man, dass jemand eine absolute Ausnahmestellung im Hip Hop einnimmt? Wenn die nicht verwendeten Tracks seines jetzt schon Kultalbums „To Pimp A Butterfly“ zu knapp 35 Minuten zusammengefasst werden, nicht mal Titel tragen, und trotzdem einen Grossteil des Games k.o. setzen. Ich muss zugeben, dass ich einige der Songs lieber auf dem eigentlichen Album gehört habe, weil…ja weil sie so fucking geil sind! Der Erste ist straighter Boom Bap ohne Unterlass, der Siebte einer der besten Traptracks des Jahres (und das obwohl der Teil nur knapp 2 Minuten geht!). Keine Ahnung wo Kendrick noch hin soll, höher geht’s doch kaum noch!
Need to listen: Untitled 01 / Untitled 07

11. Dälek - Asphalt For Eden
Hat man lang drauf gewartet und dann kommen nur 7 Songs. Egal. Dälek bleiben bei harten NY Beats mit weirden Noise-Soundtracks, vernebeltem Ambient und, man mag es kaum glauben, einigen Dur-Akkorden! Ja, Asphalt For Eden klingt trotz der üblich ätzenden Rassismus- und Systemkritik irgendwie positiv. „Masked Laughter“ ist so etwas wie die Dream Pop Version des Genres. „6db“ gönnt sich gar keine Lyrics und dürfte auch bei Portishead funktionieren. Hat mir doch sehr gefallen.
Need to listen: Masked Laughter (Nothing’s Left) / Shattered

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