okay, über terminator 4 müssen wir nicht reden aber, hand aufs herz, hat christian bale jemals in einem richtig guten film mitgespielt? (the machinist mal ausgenommen, jeder landt mal einen glücksgriff
)
american psycho fand ich eher solaladigital., 02.07.2009 14:01
Hängt davon ab, was du unter RICHTIG GUT verstehst?! Meisterwerk/Eintrag in die Filmgeschichte? Dann wohl eher nein.
"American Psycho" (2000) ist doch seine Paraderolle, wie viele böse Zungen sagen, spielt er da sich selbst, und der Humor ist herrlich. Find es ist seine beste 'Leistung'.
"El Maquinista" (2004) ist ganz nett als Film an sich, ja. Bale hat aber irgendwas falsch verstanden und betreibt Method Acting der etwas anderen Sorte...
"The Prestige" (2006) ist für mich ein kleines Meisterwerk und auch ein Film, wo Bale nicht negativ auffällt.
"Harsh Times" (2006) ist ein ganz übles Ding. Richtig schlecht. Bale macht hier einen auf Harten. Großer Griff ins Klo.
Dann gibts noch "Rescue Dawn" (2007) wo er ne klassische Heldenrolle hat. Nichts besonderes von ihm, aber der Film hat was, auch wenn das Ende nicht für jeden geeignet zu sein scheint.
In "I'm Not There" (2007) nervt Bale extrem, aber das tun die Fragmente von Gere und Whishaw auch. Hätte man diese 3 der 6 Ebenen gestrichen wär der Film wohl ein Meisterwerk geworden. So hat er seine Hochs und Tiefs.
"3:10 to Yuma" (2007) wird klar von Crowe und Ben Foster dominiert und Bale wirkt ziemlich blass. Moderner straighter Western, Remake ohne große Überraschungen, dafür eben fest im Genre verwurzelt. Kann man sehen, muss man aber nicht.
Joa, also im Prinzip sind "American Psycho" und "The Prestige" die besten Filme, in denen er mitspielt.
Ich glaube was du meinst ist nicht unbedingt, dass er in schlechten Filmen mitspielt, sondern dass ER begrenztes schauspielerisches 'Talent' besitzt und oft eben nur angestrengt in die Kamera schauen kann. Wandlungsfähig ist er kein bissl.
(btw "The New World" (2006) hab ich noch nicht gesehen)
@ Thema:
PUBLIC ENEMIES auf dem Filmfest München.
Bezüglich der Optik, die im Vorfeld kritisiert wurde...gleich die ersten Einstellungen lassen jeden Zweifel verblassen.
Der Mix der verschiedenen Kameras ist sehr gelungen, auch wenn mir persönlich anfangs zu viel "shaky cam" vorhanden ist in einigen Szene und manchmal auch zu viele Close-Ups. Aber das sind nur meine Eindrücke.
Trotzdem, ich kann alle beruhigen, auf der Leinwand wirkt das ganz anders als ich befürchtet habe, und es fügt sich insgesamt sehr harmonisch zusammen.
Zum Cast: Cotillard ist für mich am besten. Für Depp ist die Rolle keine Herausforderung, coole Sau wie immer, ab und an wirkt sein Dialekt aber eher störend.
Wie bei Bale, dessen Auftritte immer etwas seltsam wirken, verkrampft, statisch, hölzern, teilweise unfreiwillig komisch, weil man sich denkt "Everybody watch out, he is acting!".
Zur Ausstattung/Kostüme/Produktionsdesign und sontigem Handwerkszeug: Über jeden Zweifel erhaben.
Goldenthals Musik ist auch recht stimmig.
Zur Geschichte an sich: Nunja, vieles fühlt sich hier wie Heat 2.0 an, viele Szenen/Elemente - inhaltlich eben nicht so viel Neues.
Die Shootouts geben mir z.B. auch überhaupt nichts.
Sonstige Bemerkungen: Ab und an wirken einige Dialoge zwischen Dillinger und Billie abgestanden. Hat man schon oft in der Form gehört. Stark an der Grenze zum Kitsch und Augenverdrehen. Der Humor etwas unpassend. Auch das Ende ist so lala.
Naja, gibt sonst nicht so viel zu kritisieren, obwohl ich kein Mann-Fan bin und ihn gerne bashen würde. Sicherlich, etwas straffer hätts schon sein können bzw. etwas kürzer, aber insgesamt ist das viel zu routiniert und auf zu hohem Niveau, als dass man hier einen Verriss starten könnte.
Würd dem Film ne 7 von 10 geben.
P.S. Diana Krall hat einen Cameo.
Zuletzt geändert von larry underwood 02.07.2009 15:41