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Begotten

14 Beiträge - 1559 Aufrufe
18.04.2011 | 01:45
Begotten ist ein experimenteller "Horror"-Film aus dem Jahr 1990 von E. Elias Merhige, der auch "Shadow of the Vampire" verbrochen hat.
Kennt den wer? Wer hats nicht geschafft, den zuende zu schauen? Irgendwelche Meinungen zu diesem Film?



Wer mehr sehen will, kann den übrigens auf youtube auch komplett anschauen.
18.04.2011 | 01:56
Also mir sagt der jetzt spontan nix, aber ich kann mich an einen Junggesellenabschied erinnern, der lief so ähnlich ab.
18.04.2011 | 02:15
Sieht interessant aus....werd ich mir morgen mal ansehen.Heute Abend/Morgen verkraft ich das nicht mehr....:bigsmile:

Auch noch so ein Film nach dem man ihn gesehen hat und sich denkt "Was war das"???

Meshes of Afternoon
18.04.2011 | 02:57
So Ärpel, kaum zu glauben, aber ich habe mir diesen Film jetzt mal tatsächlich mehr oder weniger nebenbei zu Gemüte geführt. Zum Plot sagt Wiki ja: Würg

Wen man das liest, kann man das nachvollziehen. Hab ich vorher nicht gelesen, darum sah ich Folgendes:
- in ein Gewandt gehülltes Etwas schneidet Stücke aus sich raus
- ein ziemlich verbranntes Etwas wird mit seinen eigenen Eingeweiden gefüttert und später gebraten
- Seile ziehen hier und da an Jemandem
- Steinwesen hauen auf Dingen rum
- ach ja, ich glaube ich habe eine Vagina gesehen

Verstörend, ja, und durch das Schwarz-Weiss so auch machbar. In Farbe hätte es bestimmt lächerlich ausgesehen (Olaf Ittenbach Style). Aber schockiert, bin ich jetzt nicht.

P.S. Nachdem der Film zuende war, hat mich ein Mädchen mit asiatischem Akzent angerufen und was davon erzählt, ich wär in 7 Tagen tot. Hab die zusammengeschissen, ich mein', wer ruft denn bitte um diese Zeit an?

Zuletzt geändert von Powder To The People 18.04.2011 03:03

18.04.2011 | 04:11
Hahaha. :bigsmile:

Ich weiß nicht, ob ich mich da mal ranwagen soll. Klingt irgendwie doch ziemlich verstörend für mich. Ach, ich bin lasch geworden. Vor 15 Jahren hätte ich mir den jetzt sofort besorgt, da konnte es mir gar nicht abgedreht genug sein.
18.04.2011 | 11:30
Vor 15 Jahren hab ich auch Ittenbach lustig gefunden .
18.04.2011 | 11:41
Ich kann mir so'n Zeug nicht ansehen, da reagiere ich wie ein Kind, Nägelkauen und böse Träume. Und warum tut man sich solche Filme an, da reicht es doch wenn man Nachrichten schaut.
18.04.2011 | 17:58
was für'n mist ...
19.04.2011 | 10:42
Hab den vor Jahren mal angefangen und etwa halb geschafft. Bin für sowas eigentlich immer zu haben. Die Ästhetik und die Grundstimmung sind jedenfalls super.
19.04.2011 | 13:36
Ist tatsächlich recht mühsam, den am Stück aufmerksam zu schauen, was u.a. auch an der Ästhtik liegt. Man muss halt genauer hinschauen, weil man nicht immer alles auf dem ersten Blick erkennt. Wie der das hinbekommen hat, mit der Abfotografiererei, das ist schon an sich ziemlich genial.
Ich weiß nicht, mit was für nem generellen Unverständnis für Filmkunst man den schauen muss, um solche Ittenbach-, Tagesschau-, oder Junggesellenabschiedskommentare abzulassen. Selbst wenn man nicht versteht, was der Bursche von einem will, man merkt doch wohl instinktiv, daß da irgendein künstlerisches Konzept hintersteckt. Hinter der dezenten Splatterfassade sind so viele grundlegende Symbole unserer abendländischen Kultur dort verbraten worden, das müsste eigentlich jeder irgendwie wahrnehmen können.
Das ist auch, was den ganzen Reiz des Filmes ausmacht. Der krasse Gegensatz zwischen der Darstellung des Leids und den Symbolen von Schöpfung usw. Mir fällt bei sowas immer ein Zitat ein, was dem ollen DDR-Ulbricht zugeschrieben wird: Schönheit gibt es nur im Kampf.
Eigentlich funktioniert doch so auch unser Leben. Bei all der ganzen Scheiße, die man im Leben mitbekommt, dringen die schönen Momente doch immer wieder durch und halten uns am Leben. Kunst, die dieses Prinzip nicht beherzigt, ist eigentlich relativ unbrauchbar.
19.04.2011 | 13:57
Hierzu kann aber auch ziemlich viel reininterpretiert werden was natürlich auch gut ist und zu Diskurs führt.Aber mal ehrlich.....würde in den Credits nicht erwähnt werden was die Personen "darstellen",so steht man am Ende doch sehr alleine da.....
19.04.2011 | 13:58
Hierzu kann aber auch ziemlich viel reininterpretiert werden was natürlich auch gut ist und zu Diskurs führt.Aber mal ehrlich.....würde in den Credits nicht erwähnt werden was die Personen "darstellen",so steht man am Ende doch sehr alleine da.....JakeofallTrades, 19.04.2011 13:57


Seh ich nicht so. Das sind so starke immer wiederkehrende Symbole, daß man da von alleine drauf kommen sollte.
19.04.2011 | 14:39
Der Hieb mit dem Unverständnis der Filmkunst nehm' ich dir übel, Ärpel. Ich glaube, ich kann von mir behaupten eine ganze Menge abstrakter Movies gesehen und auch verstanden zu haben. Und da der Film von 1990 ist, unterstell ich mal auch nicht, dass der auf Teufel komm raus kunstvoll sein will. Ich sehe da schon einen natürlichen Verlauf und Darstellungsweg. Aber man kann in bewegte Bilder so viel reininterpretieren, dass wird zum Selbstläufer. Da macht die Fantasie meist mehr als der Film selbst. Bleibt freigestellt, ob das gut oder schlecht ist.
19.04.2011 | 15:24
Ich weiß nicht, mit was für nem generellen Unverständnis für Filmkunst man den schauen muss, um solche Ittenbach-, Tagesschau-, oder Junggesellenabschiedskommentare abzulassen. Selbst wenn man nicht versteht, was der Bursche von einem will, man merkt doch wohl instinktiv, daß da irgendein künstlerisches Konzept hintersteckt.AERPELSCHLOT, 19.04.2011 13:36


Trotzdem steht es natürlich weiterhin jedem frei, zu sagen: Das ist verkopfte Filmkunstkacke, mit der ich nichts anfangen kann.

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