Zuletzt besuchtes Konzert

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07.12.2017 | 11:36 » Moderation benachrichtigen
Letzten Freitag spielten Wucan wieder einmal in der Leipziger Moritzbastei. Pünktlich um 20 Uhr ging das Konzert los und ich war gezwungen mir mein gut gekühltes Dosenbier noch fix hinter die Binde zu kippen. Mit Eat Ghosts begann der Abend recht progressiv. Die ausufernden Passagen ihrer Songs erinnerten an King Crimson und auch an die Solowerke Steven Wilsons. Jedoch hat mich der ununterbrochene Saxophon-Einsatz auf die Dauer doch sehr genervt und nahm mir erstmal eine Zigarettenpause. Zwei Zigaretten später standen Wedge auf der Bühne. Ein professioneller Auftritt einer jungen Band, die irgendwo zwischen Deep Purple, Sir Lord Baltimore und Wolfmother anzsiedeln ist. Mindestens 3 Songs klangen nach der klassischen Blackmore-Besetzung, mindestens ein Song hatte sich die Orgelspur eines Wolfmother-Songs geliehen. Nach Wedge kamen dann endlich die Headliner des Abends auf die Bühne: Wucan. Zwei Jahre ist es her, dass ich die Jungs und das Mädel live sah und es hat sich einiges getan. Die Bühnenshow der Sängerin Francis war sehr faszinierend. Flummiball-ähnlich sprang sie über die Bühne und kam einfach nicht zur Reihe. Als plötzlich schon der letzte Songs des Abends angekündigt wurde, kam es mir gar nicht so vor, als hätten sie schon so lange gespielt. Zu meiner Überraschung folgte darauf ein 20-minütiger Song, mit dem sie mich dann endgültig gefangen hatten. Mit dem Metallica Cover von Am I Evil wurde dann noch eine fetzige Zugabe gespielt und ich ging beruhigt und befriedigt nach Hause. Mein Fazit nach 2 Jahren Wucan-Kenntnis: Wucan sind eine stetig wachsende Band mit dem Potenzial zum nationalen Erfolg. Manche Riffs sind zu beliebig und daher austauschbar, im Gesamtpaket macht es zumindest live jede Menge Spaß.KurdtKillsBoddah, 21.11.2017 13:27 #

Oh und da ist der Bericht. Vorbildlich. Jetzt hab ich schon im anderen Faden zu Wucan gesenft. Die Show von Francis war mir oft zu sehr drüber, sah mir wenig spontan und mehr einstudiert aus. Ich hab sie (Vorband bei mir übrigens Travelin Jack :thumbsup:) zusammen mit dem geschätzten Sammy gesehen und da waren wir uns einig :smile:. Bei der wirklich sehr positiven, musikalischen Entwicklung -auch auf Platte- kann ich dir wieder komplett zustimmen.
Wedge habe ich auch schon mal als Headliner gesehen. An Purple dachte ich auch bei einem deutlichen Highway Star Zitat, ansonsten mehr Uriah Heep und Ken Hensley. Shut up bringt fast 1:1 Hensleys Gypsy-Riff. Und U.F.O. sind imo auch deutlich präsent. Muss man nicht haben, aber gute Band. Etwas mehr Eigenständigkeit noch und dann.
07.12.2017 | 19:03 » Moderation benachrichtigen
Ich seh mir Wucan übrigens irgendwann mal an, da kann mich die neue Platte noch so abtörnen. Die EP und das Debüt gefallen mir immer noch sehr, beides zwischenzeitlich noch mal gehört. (Womit ich quasi auch das Thema aus dem anderen Faden beantwortet hätte, haha.)


Die Toten Hosen + The Baboon Show
06.12.17, Köln, Lanxess Arena

Mein Schwager war kurzfristig erkrankt und so hat meine Schwester mal wieder mich gefragt, ob ich mitmöchte. Damit kam ich nun schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten Jahre zu einem kostenlosen Konzert der Toten Hosen. Ich bin zwar auch krank, aber etwas weniger, haha. Und bei Sitzplätzen auf dem Rang muss man ja nicht viel machen.

Ich war jetzt eine ganze Weile nicht mehr auf einem so großen Konzert und wieder bei Reinkommen überwältigt von der Größe der Arena. (Die ja noch zu den kleineren gehört mit schlappen 18.000 Menschen Fassungsvermögen.) Über den Event-Charakter solcher Konzerte hab ich mich beim letzten Bericht schon beschwert, denke ich, deshalb nur noch mal kurz, dass mir diese Bierverkäufer, die mit ihren Grubenlampen durch die Reihen stürmen, massiv auf die Eier gehen. Geht raus und holt euch da euer Bier, ihr faulen Schweine.

Die Vorband The Baboon Show aus Schweden haben mich wider Erwarten sehr überzeugt. Schön dreckiger Rock'n'Roll mit einer lustig-hibbeligen Frontfrau, die auch schon mal ein Rad auf der Bühne schlug oder Liegestütze machte. Mit einer halben Stunde fast zu kurz für mich, aber die Massen waren ja aufgrund der Hosen gekommen. In die Baboon Show höre ich aber noch mal in Ruhe rein.

Die Toten Hosen im Anschluss ließen sich nicht lumpen und spielten zweieinhalb Stunden. Mir war das alles etwas zu viel, es lag aber wohl an mir und meiner schlappen körperlichen Verfassung. Die Leute waren jedenfalls begeistert und sangen jedes Lied mit. Ungefähr die Hälfte der Songs kannte ich nicht, bin bei der Band halt schon lange raus. Einige von den alten Krachern funktionieren immer noch für mich. Herr Frege geht mir inzwischen mit seinen Ansagen aber etwas auf die Nerven. Immer dieser Fußballscheißdreck, behalte ihn doch bitte für dich. Es wurde einiges geboten, zwischenzeitlich waren ein paar Streicher mit auf der Bühne, später vier Dudelsackspieler in vollem Ornat. Die Hosen selbst sind eine routinierte und eingespielte Live-Band, da bekommt man, was man erwartet. 2013 hat mir das trotzdem besser gefallen.

Da ich normalerweise nicht zu solchen Event-Konzerten gehe, kannte ich etwas noch nicht: Heute machen Menschen keine Feuerzeuge mehr an, sondern die Taschenlampen ihrer Smartphones. Ich muss sagen, das war durchaus ein Anblick, der mich beeindruckt hat. De Raum wird dadurch in ein ganz fremdartiges Licht getaucht und alles fühlt sich ein wenig entrückt an.
11.12.2017 | 12:32 » Moderation benachrichtigen
09.12.17 Vortex, Siegen - Freak Valley X-Mas MAMMOTH MAMMOTH Fest!

Drum herum ein "Weihnachtsmarkt" mit Kuchen, Glühwein und veganem Gyros, drinnen ein paar Bands als Füllmaterial und mitten im Line-Up: MAMMOTH MAMMOTH.
2 Vorbands, die verzichtbar waren. Die 2 nachfolgenden Bands (inkl. Flying Eyes) haben wir uns geschenkt - was auch besser so war. Kein Grund um traurig zu sein: MAMMOTH MAMMOTH haben abgeliefert, wie ich es mir erhofft habe.
Im Sommer spielten sie am Sonntagnachmittag mit dürftigem Sound auf dem Freak Valley.
Das hat mich alles ganz und gar nicht überzeugt.

Samstag wars dann allerdings das perfekte Punk'n'Roll-Abfuck-Konzert.
Mit Bierdusche nach Song 2, Sänger pogt im Publikum ab Song 4, Gitarrist reitet auf den Schultern des Bassisten durch die Menge kurz vor Schluss und alles garniert mit geiler, trinkwütiger Rockmusik. Auf den Punk(t) krachig gespielt, akzeptabler Sound, passende Lautstärke, Publikum das voll mit zieht. Beigeisterung von vorne bis hinten.
(Außer bei den Leuten, die sich auf instrumentalen Jamrock oder Doom gefreut haben)
11.12.2017 | 19:11 » Moderation benachrichtigen
Das klingt äußerst spaßig. Den Namen merke ich mir für Livevergnügen.

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