ich meld mich mal

also bei spock's beard scheiden sich echt die geister. manche haltens für das beste seit der erfindung des 5/8 takts, andere beissen lieber in eine rosa marzipantorte, bevor sie sich mit dem nicht wirklich originellen prog zuschütten. ich sitz irgendwo dazwischen. die ersten alben sind der hammer. the light, beware of darkness, kindness of strangers. die späteren sachen, nicht wirklich schlechter aber alles nach dem gleichen schema, der aha effekt bleibt bis auf einzelne songs aus. ebenso, die solo sachen von dem ehem. spocks beard sänger, neal morse. tolle alben (es sei denn, man stößt sich nicht an den christlichen texten) aber eben immer nach dem selben muster. spocks beard versuchen sich seit dem weggang von morse neu zu erfinden, bisher eher schlecht als recht. transatlantic ist auch ganz viel morse, nur mit mehr doppelbass (dream theater's portnoy) und mehr hippiefeeling (flower kings stolt). also eigentlich auch nicht wirklich originell, aber gut gemacht, und für jene interessant die die alten genesis, gentle giant, van der graaf generator und king crimson alben schon aus dem ff mitsingen können.
osi - ein projekt vom fates warning gitarristen und dem ehem. dream theater keyboarder kevin moore und klingt dann auch so wie ein gesunder mix von beidem. moderne fates warning trifft düstere soundscapes marke space dye vest. also im ganzen weit aus weniger plüschig als die spocks beard richtung inkl. nebenprojekte.
flower kings
wurzeln liegen bei den schwedischen prog-großvätern kaipa. band des gitarristen roine stolt (siehe transatlantic). ist vom stil her ähnlich seiner stammband kaipa und wer häts gedacht, spocks beard. nur ein bisl mehr äh flower power und psychedlic spielereien. eine band mit der ich nie ganz warm geworden bin. die songs waren mir immer irgendwie zu lang, zu ähnlich, ohne wirkliche höhepunkte und die veröffentlichungen zu viele. ist aber wie immer geschmackssache. natürlich alles perfekt gespielt...vielleicht zu perfekt.
iq
eine von den urväter bands des neoprog. (neben marillion, arena, pendragon, pallas...) klingt dann auch heute noch wie marillion zur fish-ära. viele synthies, filigrane endlos soli, seitenlange-texte...tut keinem weh aber man wird belohnt wenn man sich in die musik fallen lässt. dann wirds nämlich erstaunlich tief. top album: subterranea, the wake und das aktuelle frequenzy.
also wie du schon richtig sagst, nicht jedermanns fall, ist kein visions-prog (oceansize, minus the bear, mars volta, porcupine tree, etc...) aber für mutige und geduldige sicher ein ohr wert