The Mars Volta - Vater Prog, Mutter Punk
Oh, wir hören grad, das Management hat was dagegen. Mars Volta müssten proben. Glauben wir gern, denn bis zur Tour im Herbst sollten sie sich gemerkt haben, wie man die Stücke spielt, besonders die ihres neuen Albums, und sagen wir mal so: Wow! Alles ist mal wieder poly-, hyper-, meta- auf "Amputechture". Und wenn sie diesmal doch, nur ein klitzekleines bisschen stagnieren, dann liegt das weniger an ihnen als an uns. Weil "alles" immer noch weniger ist als das, was wir von ihnen erwartet haben. "Alles" wie Prog-Kraut-Impro-Salsa-Punk-Jazz-Hardcore-Rock im Siebeneinhalb-Achtel-Takt. Das Gute ist: Manchmal beamen sie sich doch noch mal rüber aus ihrem Paralleluniversum. Donnerstag, 13. Juli, Omar Rodriguez zwischen Augenaufschlag und Frühstück. Wir bekommen ihn nicht zu Gesicht, aber immerhin ans Telefon.
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Ein Mann vom Label nannte sie einmal "die Brüder" und hatte damit mehr Recht, als er wollte. Das enge, fast verschwörerische Verhältnis zwischen Cedric Bixler und Omar Rodriguez macht es nicht nur Fans schwer, den Makrokosmos THE MARS VOLTA zu durchschauen – selbst ihren Mitmusikern bleibt oft nur blindes Vertrauen. Enttäuscht haben die zwei es bisher nicht: Das dritte Album "Amputechture" klingt nach höherer Mathematik, ist aber ungeprobt. Bixler und Rodriguez über vorsätzliche Fehler, Geheimniskrämerei und Faulheiten, die ihnen die letzten Haare rauben würden, hätten sie nicht so viele davon.





